Sven Regener: Frankie und Freddie. Galiani Berlin, 2026 Braucht die Welt noch ein Buch über die Brüder Lehmann in Berlin? Ja! Der neue Roman von Sven Regener bringt den jungen Frank Lehmann einigermaßen ins Schwitzen. Sein Bruder Manfred, daheim bei Muttern noch Manni, jetzt in Berlin Freddie genannt, will nach New York. Zuerst muss er aber mal raus aus einem seltsamen Hotel, wo er an einer mindestens so seltsamen Medikamenten-Studie…
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Lesung des Monats
Spontangärung. Kultur und Wein in Kitzeck Am 9. September ab 19.00 gibt es heuer die zweite Auflage einer Veranstaltung mit ungewöhnlichem Charakter. Die Idee stammt von Martin G. Wanko, der den Weinbauern Michi Lorenz davon überzeugte, dass Lesen und Lesen zusammengehört. Eine kleine Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern wird allerdings nicht im Weingarten arbeiten, sondern am Schreibtisch und in der Umgebung von Kitzeck. Nach drei Tagen Recherche, Kreation und Verkostung…
weiterlesenRoman des Monats August
Giuliano Musio: Aus anderem Holz. luftschacht, August 2026 Nachdem wir bereits vier Bücher des Italo-Schweizer Autors für gut befunden haben, zögerten wir nicht, auch dieses hier in Angriff zu nehmen. Zumal der Roman schon vor seinem regulären Erscheinen auf der Longlist für den deutschen Buchpreis landete. Es ist ein origineller Stoff, nämlich eine verwinkelte Neuerzählung von Pinocchio. Der alte Geppetto springt von einer Absperrung hinunter ins Meer, als ein Geheimnis…
weiterlesenKrimi des Monats
Sebastian Benedict: „Das Haus am See. Oberst Jochams erster Fall.“ Klingenberg kriminell, 2026 Österreichische Krimis? Verkaufen sich bestimmt gut, aber ist es dann irgendwann wieder genug? Offenbar nicht, denn der junge ambitionierte Verlag Klingenberg aus Graz steigt jetzt auch ins Geschehen ein und nimmt für seine neue Reihe das Etikett „anspruchsvolle Kriminalromane“ in Anspruch. Den Auftakt macht der Wiener Sebastian Benedict (Jahrgang 1944) mit einer „See-Triologie“, deren erster Band uns…
weiterlesenNovelle des Monats
Heinrich Steinfest: Die Linkshänderinnen. Piper 2026 Drei Frauen lernen sich durch einen Zufall in einem Flugzeug kennen. Sie haben sehr unterschiedliche Biographien, doch im Laufe des Kennenlernens reift der Entschluss: Sie führen gemeinsam eine exquisite Bar. Am Land fernab der Städte, doch nahe genug an Hotels und damit an einer interessanten Zielgruppe. Ach ja: alle drei Frauen sind Linkshänderinnen. Bei der Eröffnung sitzt ein einziger Mann in der Bar. Doch…
weiterlesenRoman des Monats April
Helmut Krausser: „Wer hat uns je geliebt?“ Berlin Verlag 2026 Ständig Sachbücher hier. Was ist mit den Romanen? Hier haben wir endlich wieder einen, den wir empfehlen können. Die Geschichte dreht sich um Lucia Lill, Kommissarin in Berlin, die eine seltsame Begegnung mit dem alten Enki hat. Wer ist er? Aus welcher Zeit kommt er? Kann er womöglich Menschen verschwinden lassen, die ihm im Weg sind? Das fragt sich nicht…
weiterlesenŞeyda Kurt ist – ihrer eigenen Schreibweise folgend: Freie Journalist:in, Kolumnist:in, Bestseller-Autor:in, Kurator:in, Moderator:in. Ach ja, außerdem ist sie preisgekrönte Podcaster:in. Vielleicht ist sie zu all dem auch noch Aktivist:in, womöglich sogar so etwas wie eine Nachrichten-Influencer:in mit einem interessanten Insta-Account. Zu bereden gab es daher viel im Haubentaucher-Studio. Und das taten wir wenige Stunden vor Şeydas beeindruckender Eröffnungsrede beim Elevate Festival 2026. Sie erzählt von ihrer Kindheit, dem frühen Wunsch…
weiterlesen„Dass es uns überhaupt gegeben hat“: Marco Wanda im Schauspielhaus Graz Eines sei vorweg gesagt: Marco Wanda kann wirklich gut lesen. Und das tut er an diesem Abend im Grazer Schauspielhaus auch sehr ausführlich. Gefühlt eine Stunde lang trägt er aus seinem Erstling vor, der es bereits nach kurzer Zeit in die Bestseller-Listen geschafft hat. Worum es geht? Um Marco Wanda natürlich, um die Freundschaft in der Band, den Alkohol…
weiterlesenWolfgang Pollanz: „Ein durch und durch durchschnittliches Leben“, Klingenberg 2025 Wolfgang Pollanz, den man hier nicht mehr vorstellen muss, legt einen Roman vor, der an den Grenzen des Genres zu Hause ist. Er erzählt (s)eine Lebensgeschichte und zwar in einem Stil, den er in den vergangenen Jahren (wenn nicht Jahrzehnten) kultivierte: Dem der Autofiktion. So führt uns die durch die Handlung mäandernde Biographie des „Ich“ über reale Eckpunkte zu offensichtlich…
weiterlesenRoman mit Hai
Werner Schandor: Flüchtiges Spiel. edition keiper 2025 Der gelegentliche Gastrezensent dieses Portals ist selbst ein routinierter Autor. Werner Schandor hat mehrere Romane geschrieben, Essays, Beiträge in Anthologien, Zeitungsartikel, PR-Texte und anderes mehr. Das hier ist trotzdem eine Novität: Ein Roman, der deutliche Züge eines (Polit-)Thrillers trägt. Oder ein Krimi ohne Kommissar. Jedenfalls ein spannungsgeladenes Buch, das mehrere Rätsel miteinander verknüpft. Es beginnt alles ganz harmlos. Auf den Malediven wird getaucht.…
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