Frédérique Cournoyer Lessard: Scuse. Frédérique Cournoyer Lessard wuchs in Quebec auf und studierte den Luftreifen (aerial hoop) an der National Circus School of Montreal und Filmproduktion an der Concordia University. Frédérique arbeitet zwar mit Zirkustechniken, bringt diese allerdings in eine vergleichsweise neue Form, eine politische, aktivistische, auch sehr persönliche bis intime. In „Scuse“ erzählt Frédérique von der eigenen Kindheit und Jugend, vom seltsamen Gefühl in einem möglicherweise falschen Körper zu…
weiterlesenKategorie: Dramen, die das Leben schrieb
Signal vom Dachstein. Ausstellung und Film im Atelier Jungwirth Werner Johannes Schrempf stammt aus der Region Schladming-Ramsau, das ist sicherlich mitverantwortlich für die Dachstein-Affinität, die La Strada schon seit längerer Zeit künstlerisch auslebt. Zuerst war es ein riesiger Stein, der von China auf den Berg transportiert wurde. Das Projekt von Ai Weiwei im Rahmen der Regionale 10, geleitet von Schrempf, wurde damals sehr kontroversiell diskutiert. Wesentlich mehr Einklang gab es…
weiterlesenZwermers: „Worn Out?“ Performance, Niederlande / Österreich Dort, wo einst beim Möbelhaus Leiner Waren geholt und gebracht wurden, werden nun mit einem Caritas-Wagen Altkleidersäcke abgeladen. Die niederländische Gruppe Zwermers arbeitet gerne im öffentlichen Raum oder adaptiert wie hier Räume auf neue Art. Im Rahmen einer Residency im Mai wurde mit einer Gruppe von Grazer:innen eine Performance erarbeitet, die zeigt, was wir alles wegwerfen. Die Akteur:innen sortieren den Inhalt von Säcken,…
weiterlesenDer Mann ist 19 Jahre alt und einer der ungewöhnlichsten Charaktere der heimischen Popkultur. Er verfolgt zugleich Dutzende Projekte, er spielt in Bands, die sich nicht im Geringsten am Publikumsgeschmack orientieren und kein Problem damit haben, Contests krachend zu verlieren. Er hat Kurzfilme und Serien gedreht, die mehr als seltsam sind. Er liebt es, mit fiktiven Personen zu hantieren und er hat sich ein eigenes Weltbild aufgebaut, das er im…
weiterlesenAndrea Stoll: Zwei Menschen sind in mir. Ingeborg Bachmann. Die Biographie. piper 2026 Die Autorin gilt als exzellente Kennerin des Werkes von Ingeborg Bachmann. Nicht zuletzt stand sie hinter der Herausgabe des Briefwechsels mit Paul Celan. Wohl deswegen konnte sie auch immer wieder mit engeren Kontakt mit der Familie Bachmann pflegen. Und so ergibt dieses deutlich über 400 Seiten starke Buch ein vielschichtiges Porträt, das germanistische Aspekte mit sehr vielen…
weiterlesenDAS ORAKEL SPRICHT. Eine poptheatralische Sinnsuche nach der Graphic Novel von Liv Strömquist, Schauspielhaus Graz Wie bringt man eine zugleich farbenfrohe, geistreiche und gesellschaftskritische Graphic Novel auf eine Theaterbühne? Tendenziell wahrscheinlich gar nicht. Jedenfalls hat das noch niemand zuvor mit „Das Orakel spricht“ aus der Feder der Schwedin Liv Strömquist versucht. Welturaufführung in Graz, das gibt es auch nicht alle Tage. Zur Premiere erschien viel junges und jüngeres Publikum, das…
weiterlesenRoland Gratzer: 4000 Jahre Niederlagen. Österreichs beste Geschichten vom Scheitern. Benevento Verlag 2026 Roland „Roli“ Gratzer, bekannt aus Funk und Fernsehen sowie aus dem Haubentaucher Podcast, hat ein Buch geschrieben. Das alleine ist schon erfreulich, verfügt der Mann aus der Oststeiermark doch über einen exquisiten Sinn für Humor und Ironie. Umso schöner, dass Gratzer keine österreichischen Jubelgeschichten gesammelt hat, sondern bittere Momente aus der heimischen Historie. Das ist sogar in…
weiterlesenDen Auftakt am Sonntag im Orpheum machen Mama Feelgood & Mr. Farmer. Die Early Birds trudeln auch tatsächlich schon gegen 19.00 ein. Maria Somerville, der erste Live-Act, bittet dann kurz nach 20.30 um allgemeine Verdunkelung. Es herrscht eine Stimmung wie in einem November-Wald in Irland, nebelig und düster. So viel aber sieht und vor allem hört man, dass die Sängerin samt Band vom angekündigten Dream Pop stark in Richtung Indie-Rock…
weiterlesenAidin Halimi: Hinundherkunft. Storys eines voll Durchintegrierten. Satyr Verlag 2024 Das hat ein bisschen gedauert. Zuerst mal 1,5 Jahre, bis Aidin Halimi nach dem Erscheinen des Buches in Graz auftrat. Und dann noch mal fast 2 Monate, seit er Ende Dezember 25 im Schauspielhaus im Rahmen eines Poetry Slams zu erleben war. Aber haben wir es eilig? Den „Best of Poetry Slam“ hat Halimi an diesem Abend zwar knapp nicht…
weiterlesenNikolaus Habjan: Herr Karl Zum Auftakt einer inoffiziellen Habjan-Festival-Woche am Schauspielhaus Graz gab der Maestro des Puppenspiels zum Auftakt am 20. Jänner 2026 wieder einmal den Herrn Karl, einen Klassiker der österreichischen Selbstanalyse. Helmut Qualtinger und Carl Merz hatten das Stück als Monolog entworfen, legendär wurde auch die Verfilmung mit Qualtinger. Nikolaus Habjan hat bereits 2010 seine Bearbeitung in Wien auf die Bühne gebracht. In seiner Inszenierung sehen wir neben…
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