Rettet den Ausreißer! Was haben Wolfgang Bauer, das Studio ASYNCHROME, Alfred Stingl, Reni Hofmüller, Clemens Setz und viele andere gemeinsam? Sie haben Beiträge für den Ausreißer geliefert. Die Zeitung, die in Graz und einigen anderen schönen Flecken in der Steiermark alle paar Wochen großformatig im Öffentlichen Raum zu finden ist, kämpft nach über 20 Jahren Existenz nun ums Überleben. Die Förderung wurde kürzlich von den Zuständigen im Land gekappt mit…
weiterlesenKategorie: Dramen, die das Leben schrieb
Film des Monats
„Pfau – bin ich echt?“ von Bernhard Wenger Der erste lange Film von Bernhard Wenger reüssiert derzeit national wie international. Die Gründe dafür sind schnell erklärt: 1. Eine großartige Besetzung, allen voran Albrecht Schuch in der Hauptrolle als eitler, stets anpassungsfähiger und doch sich selbst zunehmend verlierender Miet-Mann, Julia Franz Richter als desillusionierte Freundin, die zur Ex wird, Anton Noori als letztlich doch nur geldgieriger Freund und Geschäftspartner, die Legenden…
weiterlesenAmir Kassaei: „Vom Unsinn des Lebens. Was mich mein Weg vom Kindersoldaten zum besten Werber der Welt gelehrt hat“, Econ 2024 Amir Kassaei ist ein spannender Typ. Sein Lebensweg ist mehr als erstaunlich. Und doch ist dieses Buch eine einzige Enttäuschung. Wie kann das sein? Zu Beginn dachten wir, der berühmte Werber (ob er wirklich der bester seiner Zunft weltweit war, mögen andere entscheiden) würde sich einfach die guten Geschichten…
weiterlesenHannah Ritchie: „Hoffnung für Verzweifelte. Wie wir als erste Generation die Erde zu einem besseren Ort machen“, Piper 2024 (4. Auflage) Nein, Hannah Ritchie ist nicht naiv. Im Gegenteil. Sie arbeitet an der Uni Oxford und beschäftigt sich liebend gern mit Daten. Sie ist nicht nur in der Lage, diese zu analysieren, sie ist auch willens, gute Nachrichten neben schlechte zu stellen. Deshalb beginnt das Buch mit einer Reihe von…
weiterlesenDie Rabtaldirndln: „Warum bricht mein Knie gerade jetzt“ Vier Frauen treffen in der Reha aufeinander. Es eint sie der Schmerz. Das Knie, das Kreuz, die Schulter und der ausbleibende Stuhlgang. Aua! Das Alter drückt und das Primat des Primars drückt auch. Während es die eine beim Training übertreibt („warum bricht mein Knie gerade jetzt?“) und die andere ihr Fairphone V sucht („wo ist denn mein Handy?“) will die dritte dem…
weiterlesen„Rutherford & Sohn“ von Githa Sowerby Das Stück der britischen Autorin Githa Sowerby wurde 1912 in London aufgeführt und das sehr erfolgreich. Die Kritiken waren blendend. Erst als der eine oder andere Journalist erfuhr, dass „Rutherford & Son“ von einer Autorin stammte, wurde das Lob stellenweise revidiert. Das Stück verschwand in der Folge für längere Zeit in der Versenkung. In den 1980er und 1990ern wurde es wieder aufgeführt und vor…
weiterlesen„Dahomey“ von Mati Diop, zu sehen derzeit in Wien, Graz, Linz, Innsbruck und Villach Die französische Regisseurin Mati Diop stammt aus einer senegalesischen Familie, die für ihre kulturellen Arbeiten berühmt geworden ist. Mit dem Dokumentarfilm „Dahomey“ verfolgt Diop die geschichtlichen Verbindungen zwischen Afrika und Europa, konkret zwischen Benin und Frankreich. Über 7.000 Kunstwerke und religiöse Schätze haben die französischen Kolonial-Truppen einst aus dem westafrikanischen Land geraubt und in Frankreich zur…
weiterlesenChristian Fuchs: „Das Glühen im Dunkeln. Wie Filme mir das Leben retteten“. Milena 2024 Der Mann aus dem Radio, der mit der markanten Stimme, hat es wieder getan. Er hat (endlich wieder) ein Buch über Filme geschrieben. Oder besser gesagt: Er hat seine Texte über Filme neu geordnet und zwischen zwei Buchdeckel gepackt. Christian Fuchs, der seit Kindertagen das Kino liebt, kennt sich nicht nur mit den düsteren Seiten bestens…
weiterlesenVanessa Wieser (Hg.): „Branntweiner, Blue Box und Bermuda Dreieck. Unterwegs im Wien der 80er und 90er“, Milena Verlag 2024 Ach, wie schön ist dieses Buch. Es führt uns Zeitzeug:innen und gern auch interessierte Nachgeborene ins wilde U4 der Prä-Internet-Ära (sofern uns Conny, der strenge Türsteher durchlässt), in die Blue Box, das alte Chelsea, das alte und neue Flex, in die Arena und in manch seltsames Beisl. Das Wien ab Mitte…
weiterlesenTex Rubinowitz: „Dreh den Mond um“, Ventil 2024 Ja, Tex Rubinowitz ist vielleicht am ehesten so etwas wie ein Humorist, wobei der Begriff schrecklich ist. Aber: Seine Erzählungen sind bei weitem nicht nur witzig, sie stecken auch voller punktgenauer Beobachtungen und kleiner Weisheiten im Strom der Lügen und Halbwahrheiten. Rubinowitz selbst bezeichnet sich als „unzuverlässigen Autor“, denn er füllt reale Szenen wie einen Besuch von David Lynch im verschlafenen Salzburg…
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