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Buch des Monats

Buch des Monats März

Der Haubentaucher

Die Frequenzen. Von Clemens J. Setz. Erschienen 2009 im Residenz Verlag. Der junge Grazer Setz ist ein intelligenter, wortgewaltiger und doch auch spielerischer Autor. In seinem liebevoll gestalteten Romanmonster (720 Seiten!) erzählt er mehrere ineinander verwobene Geschichten mit Witz und sprachlicher Brillanz. Liebe in Zeiten der Psychotherapie, unerfüllbare Erwartungen in der Familie und der Partnerschaft, Verzweiflung und körperliche Gewalt werden aus wechselnden Standpunkten beschrieben. Probleme en gros et en detail.…

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Buch des Monats

Buch des Monats Feber

Der Haubentaucher

„Adams Pech, die Welt zu retten“ von Arto Paasilinna. Erschienen 2008 bei Lübbe. Die ganze Welt redet von der Energiekrise, der schlaue Finne Paasilinna schrieb bereits Anfang der 90er eine wie immer skurrile Story von Adam, der einen Superakku erfindet. Das Ding hält ewig, ist leistungsstark und hat überhaupt lauter Vorteile. Damit könnte nun eigentlich die Erde gerettet werden, doch leider geht zu Beginn alles schief und Schwerenöter Adam steht…

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Buch des Monats

Buch des Monats Jänner

Der Haubentaucher

David Sedaris: Schöner wird’s nicht. Es gibt Autoren, denen verzeiht man alles. Dass sich ihre Themen ständig wiederholen, dass sie ihre bemitleidenswerten Familienmitglieder ins Licht der Öffentlichkeit zerren und dass sie ihre eigenen Unzulänglichkeiten so lange breit treten, bis man selbst genauso daneben sein möchte. Im ernsthaften Genre vertritt diese Spezies Josef Winkler, im heiter-depressiven Segment ist David Sedaris der Meister. In „Schöner wird’s nicht“ schildert er wieder einmal reichlich…

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Buch des Monats

Buch des Monats: Amberville

Der Haubentaucher

Tim Davys: „Amberville“, erschienen bei Piper. Der vielleicht ungewöhnlichste Krimi der letzten Jahre. Denn die Protagonisten dieses Buches sind Bären, eine Taube, eine Schlange, eine Ratte und ein Häschen. Allesamt Stofftiere, die gar nicht herzig, sondern brutal, rachsüchtig, bösartig, depressiv und charakterlich verdorben sind. Trotz der offensichtlichen Fiktion entsteht eine mitreißende, spannende Story voller Abgründe. Der schwedische Autor, der nur unter seinem englischen Pseudonym auftritt, hat unserer bescheidenen Meinung nach…

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Buch des Monats

Buch des Monats: Piraten!

Der Haubentaucher

Piraten! Das Handbuch der unbekannten Fakten und schönsten Anekdoten. Verlag Fischer 2008 Wenn Historiker Sachbücher schreiben, muss nicht zwangsläufig ein akademisch verstaubter Wälzer dabei rauskommen. Der Idealfall heißt Andreas Kammler, der in seinem Buch über das zweitälteste Gewerbe der Menschheit berichtet – die Piraterie. Die politischen, religiösen und wirtschaftlichen Hintergründe schildert er dabei ebenso spannend, wie schräge Anekdoten über die gar nicht ehrenwerten Gentlemen. Der Interessierte erfährt, dass dereinst nicht…

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Buch des Monats

Buch des Monats: Du wirst schon noch sehen, wozu es gut ist

Der Haubentaucher

Peter Cameron: „Du wirst schon noch sehen, wozu es gut ist“. Der Buchtitel erinnert uns an was? An Erziehung und das traute Heim natürlich – und beides ist im Fall des Protagonisten James nicht wirklich kuschelig. Die Mama, eine wunderbar beschriebene Möchtegern-Galeristin, eilt von einer Scheidung zur nächsten. Der Papi ist erfolgreicher Anwalt und will nur ja keine Troubles mit dem Nachwuchs. Die Schwester ist allseits beliebt und nervt allein…

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Sachbücher

Sachbuch des Monats: Legionäre am Ball

„Legionäre am Ball“ von Barbara Liegl und Georg Spitaler. Erschienen bei Braumüller Mai 2008 Die erste systematische Untersuchung von ausländischen Spielern im gesamten österreichischen Profifußball nach ’45, die beiden Autoren haben sich ganz schön was vorgenommen. Trotz strikter Wissenschaftlichkeit ist das Buch im Übrigen nie langweilig. Dafür sorgen schon die Interviews mit Spielern, ihre Geschichten und die Fülle an Fotos, die man so kaum je gesehen hat. Das Buch verfolgt…

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Buch des Monats

Autobiographie des Monats: Austrofred

Austrofred: Alpenkönig und Menschenfreund. Kürbis Verlag 2006. Also wir haben es ja schon vor zwei Wochen angedeutet: das Buch vom Austrofred, dem oberösterreichischen Freddy-Mercury-Impersonator ist große Klasse. Zum Beispiel weil es gut lektoriert und von verständiger Hand nachbearbeitet ist, das muss man hier und jetzt einmal hervorheben. Das Werk bietet alles, was man sich erwartet – außer und das ist ein schwerer Fehler: es knüpft wenig bis gar nicht an…

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