The Million Dollar Bet. Spielfilm von Thomas Woschitz, Ö/USA 2024, 88 Min. Ein Film, in dem es um eine Million Dollar geht. Ein Film, der nur rund ein Drittel dieser Summe als Budget hatte. Ein Film auf der Grundlage wahrer Geschehnisse. Ein Film, der gar nicht so leicht einzuordnen ist. Beginnen wir aber von vorne. Der Kollege Harald vom exquisiten Filmportal UNCUT hat uns diesen Film empfohlen, weil: Begeisterter Läufer…
weiterlesenKategorie: Dramen, die das Leben schrieb
Ernst Hausner: Eine Biedermeiderelegie. Der Prozess gegen den Fürsten Aloys von Kaunitz, Szenen aus einem traurigen Lustspiel. Edition Hausner 2025 In einer Zeit wie der unseren, in der es schwer fällt, selbst populäre Themen in Buchform auf den Markt zu bringen, ist dieses Werk ein Projekt, das Bewunderung und Erstaunen zugleich hervorruft. Ernst Hausner hat über 1.000 Seiten zusammengestellt aus historischen Beschreibungen der fraglichen Zeit, aus Protokollen, Gemälden und zeitgenössischen…
weiterlesenDie Eröffnung samt Eröffnungsfilm: „How to Be Normal and the Oddness of the Other World“ von Florian Pochlatko Eine bummvolle Helmut-List-Halle. Prominenz aus Funk und Fernsehen samt Politik. Claudia Slanar und Dominik Kamalzadeh, das Diagonale-Leitungsduo, erfreulich klar in der Ansprache. Ani Gülgün-Mayr führt als Moderatorin souverän durch den sehr langen Abend. Vizekanzler Babler erhält von der Bühne einige Vorschusslorbeeren und vom Publikum viel Applaus. Die türkisschwarze steirische Kulturpolitik, die bei…
weiterlesen»Hölle auf Erden. Eine Komödie am Vorabend des nächsten Weltkriegs« von Maria Lazar im Schauspielhaus Graz Da kann einem das Lachen durchaus im Halse stecken bleiben. Wir stehen unmittelbar vor einem neuen Weltkrieg und da ist dieses Stück, das Slapstick und bittere Kritik an den bestehenden Verhältnissen (inklusive Religion, Diplomatie und Politik) munter mit Action mischt. Maria Lazar schrieb »Hölle auf Erden« in den 1930er Jahren und es braucht gar…
weiterlesenAufreger des Monats
Rettet den Ausreißer! Was haben Wolfgang Bauer, das Studio ASYNCHROME, Alfred Stingl, Reni Hofmüller, Clemens Setz und viele andere gemeinsam? Sie haben Beiträge für den Ausreißer geliefert. Die Zeitung, die in Graz und einigen anderen schönen Flecken in der Steiermark alle paar Wochen großformatig im Öffentlichen Raum zu finden ist, kämpft nach über 20 Jahren Existenz nun ums Überleben. Die Förderung wurde kürzlich von den Zuständigen im Land gekappt mit…
weiterlesenFilm des Monats
„Pfau – bin ich echt?“ von Bernhard Wenger Der erste lange Film von Bernhard Wenger reüssiert derzeit national wie international. Die Gründe dafür sind schnell erklärt: 1. Eine großartige Besetzung, allen voran Albrecht Schuch in der Hauptrolle als eitler, stets anpassungsfähiger und doch sich selbst zunehmend verlierender Miet-Mann, Julia Franz Richter als desillusionierte Freundin, die zur Ex wird, Anton Noori als letztlich doch nur geldgieriger Freund und Geschäftspartner, die Legenden…
weiterlesenAmir Kassaei: „Vom Unsinn des Lebens. Was mich mein Weg vom Kindersoldaten zum besten Werber der Welt gelehrt hat“, Econ 2024 Amir Kassaei ist ein spannender Typ. Sein Lebensweg ist mehr als erstaunlich. Und doch ist dieses Buch eine einzige Enttäuschung. Wie kann das sein? Zu Beginn dachten wir, der berühmte Werber (ob er wirklich der bester seiner Zunft weltweit war, mögen andere entscheiden) würde sich einfach die guten Geschichten…
weiterlesenHannah Ritchie: „Hoffnung für Verzweifelte. Wie wir als erste Generation die Erde zu einem besseren Ort machen“, Piper 2024 (4. Auflage) Nein, Hannah Ritchie ist nicht naiv. Im Gegenteil. Sie arbeitet an der Uni Oxford und beschäftigt sich liebend gern mit Daten. Sie ist nicht nur in der Lage, diese zu analysieren, sie ist auch willens, gute Nachrichten neben schlechte zu stellen. Deshalb beginnt das Buch mit einer Reihe von…
weiterlesenDie Rabtaldirndln: „Warum bricht mein Knie gerade jetzt“ Vier Frauen treffen in der Reha aufeinander. Es eint sie der Schmerz. Das Knie, das Kreuz, die Schulter und der ausbleibende Stuhlgang. Aua! Das Alter drückt und das Primat des Primars drückt auch. Während es die eine beim Training übertreibt („warum bricht mein Knie gerade jetzt?“) und die andere ihr Fairphone V sucht („wo ist denn mein Handy?“) will die dritte dem…
weiterlesen„Rutherford & Sohn“ von Githa Sowerby Das Stück der britischen Autorin Githa Sowerby wurde 1912 in London aufgeführt und das sehr erfolgreich. Die Kritiken waren blendend. Erst als der eine oder andere Journalist erfuhr, dass „Rutherford & Son“ von einer Autorin stammte, wurde das Lob stellenweise revidiert. Das Stück verschwand in der Folge für längere Zeit in der Versenkung. In den 1980er und 1990ern wurde es wieder aufgeführt und vor…
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