Philip Bauer, Eugenio Belgrado, Anatol Vitouch: Köglberger. Vom Besatzungskind zur Fußballikone. bahoe books 2025 Die Älteren hier erinnern sich vielleicht noch. Der österreichische Fußball in den 1960er und 1970er Jahren war kaum international ausgerichtet. Die ersten Legionäre dieser Zeit wurden nicht selten als Exoten bestaunt. Und dann war da ein Kicker, der wahlweise als „schwarze Perle“ oder „brauner Bomber“ bezeichnet wurde. Helmut Köglberger war allerdings ein waschechter Oberösterreicher. Sein Vater…
weiterlesenKategorie: Buch des Monats
Ernst Hausner: Eine Biedermeiderelegie. Der Prozess gegen den Fürsten Aloys von Kaunitz, Szenen aus einem traurigen Lustspiel. Edition Hausner 2025 In einer Zeit wie der unseren, in der es schwer fällt, selbst populäre Themen in Buchform auf den Markt zu bringen, ist dieses Werk ein Projekt, das Bewunderung und Erstaunen zugleich hervorruft. Ernst Hausner hat über 1.000 Seiten zusammengestellt aus historischen Beschreibungen der fraglichen Zeit, aus Protokollen, Gemälden und zeitgenössischen…
weiterlesenReisebuch des Monats
Hauke & Molin Dressler: „Reisen lieben lernen. Vater und Tochter auf einem Roadtrip in Afrika“, Malik 2025 Hui, schon ein bisschen gewagt: Papa und Töchterlein sind gerade mal sechs Wochen im südlichen Afrika unterwegs und schreiben schon ein Buch darüber. Wir waren echt skeptisch, nicht zuletzt ob des Stils mit Tagebuch-Charakter und wechselnden Perspektiven. Der Witz ist nur: Das funktioniert. Und zwar irgendwie dann doch richtig gut. Der Roadtrip ist…
weiterlesenAmir Kassaei: „Vom Unsinn des Lebens. Was mich mein Weg vom Kindersoldaten zum besten Werber der Welt gelehrt hat“, Econ 2024 Amir Kassaei ist ein spannender Typ. Sein Lebensweg ist mehr als erstaunlich. Und doch ist dieses Buch eine einzige Enttäuschung. Wie kann das sein? Zu Beginn dachten wir, der berühmte Werber (ob er wirklich der bester seiner Zunft weltweit war, mögen andere entscheiden) würde sich einfach die guten Geschichten…
weiterlesenHannah Ritchie: „Hoffnung für Verzweifelte. Wie wir als erste Generation die Erde zu einem besseren Ort machen“, Piper 2024 (4. Auflage) Nein, Hannah Ritchie ist nicht naiv. Im Gegenteil. Sie arbeitet an der Uni Oxford und beschäftigt sich liebend gern mit Daten. Sie ist nicht nur in der Lage, diese zu analysieren, sie ist auch willens, gute Nachrichten neben schlechte zu stellen. Deshalb beginnt das Buch mit einer Reihe von…
weiterlesenPaul Ivić: „Vegetarisch“, DK Verlag 2024 Den österreichischen Top-Koch Paul Ivić hier vorzustellen, hieße Oliven nach Athen zu tragen. Seine Küche, die gänzlich ohne Fleisch auskommt, hat gerade im Land der Schnitzel und Schweinsbraten die Gourmet-Szene auf den Kopf gestellt. Es geht ihm freilich nicht nur um Gesundheit, sondern auch um regionale Aspekte und um nachhaltigen Umgang mit wertvollen Ressourcen aus der Natur. Oder wie er im Vorwort betont: „Die…
weiterlesenChristian Fuchs: „Das Glühen im Dunkeln. Wie Filme mir das Leben retteten“. Milena 2024 Der Mann aus dem Radio, der mit der markanten Stimme, hat es wieder getan. Er hat (endlich wieder) ein Buch über Filme geschrieben. Oder besser gesagt: Er hat seine Texte über Filme neu geordnet und zwischen zwei Buchdeckel gepackt. Christian Fuchs, der seit Kindertagen das Kino liebt, kennt sich nicht nur mit den düsteren Seiten bestens…
weiterlesenDer grandiose Zeichner, Autor und Musiker Tex Rubinowitz hat soeben ein neues Buch veröffentlicht. Es heißt „Dreh den Mond um“ (Ventil Verlag) und ist voller Halb- und Ganzwahrheiten und schöner Beobachtungen wie dieser: Weshalb ist im Deutschen ständig etwas „überschätzt“, im Englischen aber ebenso oft etwas „underrated“? Aus Anlass dieses Werkes baten wir den „unzuverlässigen Autor“ zum Gespräch. Wie entstehen Rubinowitz-Geschichten eigentlich? Was macht ein Bremsschirmpacker genau? Ist Wien wirklich…
weiterlesenVanessa Wieser (Hg.): „Branntweiner, Blue Box und Bermuda Dreieck. Unterwegs im Wien der 80er und 90er“, Milena Verlag 2024 Ach, wie schön ist dieses Buch. Es führt uns Zeitzeug:innen und gern auch interessierte Nachgeborene ins wilde U4 der Prä-Internet-Ära (sofern uns Conny, der strenge Türsteher durchlässt), in die Blue Box, das alte Chelsea, das alte und neue Flex, in die Arena und in manch seltsames Beisl. Das Wien ab Mitte…
weiterlesenTex Rubinowitz: „Dreh den Mond um“, Ventil 2024 Ja, Tex Rubinowitz ist vielleicht am ehesten so etwas wie ein Humorist, wobei der Begriff schrecklich ist. Aber: Seine Erzählungen sind bei weitem nicht nur witzig, sie stecken auch voller punktgenauer Beobachtungen und kleiner Weisheiten im Strom der Lügen und Halbwahrheiten. Rubinowitz selbst bezeichnet sich als „unzuverlässigen Autor“, denn er füllt reale Szenen wie einen Besuch von David Lynch im verschlafenen Salzburg…
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