Blixa Bargeld solo beim musikprotokoll. 6. Oktober, Dom im BergDer Mann sieht von der Seite in seinem grau glänzenden Anzug aus wie der Leiter einer Kreissparkasse in Niedersachsen. Aber nur eine halbe Stunde lang. Dann schüttelt Blixa Bargeld sein Haupthaar – und da ist es wieder, das Tier im Mann. In seinem Soloprogramm mit Loop („Schlaufen“ nennt Herr Bargeld das), mehr oder weniger unterstützt vom Tontechniker („Mephisto“) singt, kreischt, parliert und…
weiterlesenKategorie: Festivals
Bis 9. Oktober zeigen sich nicht nur die Bar und der 1. Stock, sondern auch der große Saal im Orpheum in ungewöhnlichem Licht. Und das ist durchaus wörtlich zu verstehen. In der Früh geht die Sonne auf, zu Mittag ist es hell, dann gibt es rauschende Gewitter und dann wird es düster. Wo üblicherweise das Publikum dem Kasperl oder diversen Pop- und Kabarettstars zujubelt, stehen nun: Pflanzen. Sehr viele Pflanzen.…
weiterlesen„Das grüne Album“ von Natalie Ofenböck und dem Mann, den sie Nino aus Wien nennen, hätte ebenso gut in den Tonträgern des Monats landen können. Da die beiden verstärkt durch Band, Hackbrett, Tuba und Harmonika aber auch durch den steirischen herbst touren, ist die Besprechung hier wohl besser am Platz. Als Auftragswerk für den herbst entstanden, fuhren N. und N. durch die schöne Steiermark. In Mariazell bewunderten sie Lebzeltereien und…
weiterlesenherbstblog 2: Küche international
Auch der Beislblog wird im steirischen herbst wieder aktiv. Wir testeten die Geschichten-Küche im Lend. http://haubentaucher-beisl.blogspot.co.at/Foto: steirischer herbst
weiterlesenherbstblog 1: Headbangen im Nebel
STATE von Ingri Fiksdal und Jonas Corell Petersen. Das fängt gut an. Die Aquavit-Lady serviert norwegische Schnäpschen. Dann versammelt sich eine Gruppe von drei Tänzerinnen und zwei Tänzern in der Mitte des Raums. Mit Tüchern bedeckt und in Bühnennebel eingehüllt werden sie zu mehr oder minder geometrischen Körpern. Choreographin Ingri Fiksdal und Dramaturg Jonas Corell Petersen entwerfen in der Folge einige markante Bilder. Die Musikerinnen Heida Mobeck und Anja Lauvdal sorgen…
weiterlesenZum zweiten Mal erlebt Graz ein musikalisches Großereignis, das an vier Tagen breiter aufgestellt ist als andere das in einem Monat schaffen. ARSONORE, unter der Leitung des Pianisten Markus Schirmer, vereint Kammermusik mit großem Orchester, Literatur mit Animalischem, Stummfilm mit Klavierbegleitung. Und vor allem: Arrivierte Meister ihres Faches mit jungen Talenten. Die direkte Art der Nachwuchsförderung in Form von Engagements ist Schirmer als Professor an der Grazer Kunstuni besonders wichtig.Der…
weiterlesenFestival des Monats August
Where Swallows fly backwards. Samstag, 27. 8., Einlass ab 17.00, Wörth / GnasSoll noch einer sagen, in der Urlaubszeit wäre hierzulande nix los. Im südoststeirischen Wörth wird demnächst das Gegenteil bewiesen. Die hier schon gelobte Tiger Family, Fragments of an Empire und DJ Carline treffen auf Mas’ta rund um den famosen Kurt Bauer und auf Daze Work. Zu erwarten sind vielfältige Ansätze und vor allem eine tiefenentspannte Atmosphäre. Der Eintritt…
weiterlesenCheptel Aleikoum: Maintenant ou jamais. Das gab es (unserer Erinnerung nach) bei La Strada auch noch nie: Zusatztermine, die weit über die eigentliche Festivalwoche hinausreichen. Die französische Truppe Cheptel Aleikoum wird bis zum kommenden Mittwoch (10. 8.!) im Zelt im Augarten spielen – und das sollten Sie auf keinen Fall versäumen. Jetzt oder nie, das Motto des Programms ist treffend formuliert. Was Sie erwartet? Küsschen zur Begrüßung für jede Besucherin…
weiterlesenDie schwedische Gruppe Cirkus Cirkör geht an die Grenzen. Sie präsentiert mit „Limits“ ein körperbetontes und doch sehr sensibles Stück. An den Wänden werden Zahlen und Fakten zur Flüchtlingssituation projiziert. Über die Lautsprecher hört man Statements von Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten. Verbunden wird das derzeit so kontrovers diskutierte Thema mit Akrobatik. Diese ist bei den Cirkör wie gewohnt kraftvoller als bei anderen Kompagnien. Da gibt es neben atemberaubenden…
weiterlesenMurmuyo: „¿Quieres ser mi amigo?““Willst du mein Freund sein?“ Wer könnte dem charmanten Chilenen mit dem weißen Gesicht, dem roten Overall sowie der Plastikschnauze diese Bitte abschlagen? Er beginnt seine wortlos quietschende Interaktion mit dem Grazer Publikum im Brunnen am Eisernen Tor, wo er die Besucher bittet, doch zu ihm ins Wasser zu steigen. Es folgt ein Besuch auf der Baustelle, der Sturm auf ein Eisgeschäft, wo Murmuyo Eis für…
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