Jacco Gardner live at Heimatsaal, 18. 10. 2014Die jungen lustigen Niederländer rund um den zweifellos sehr talentierten Jacco Gardner präsentieren an unserem letzten herbst-Abend dieser Saison psychedelische Sounds, die direkt aus den 1960er in die Gegenwart transponiert scheinen. Als hätte es das ganze Ramones- und Mötörhead-Zeugs dazwischen nie gegeben. Obwohl: Ein bissl mehr vom Schwung und der Durchschlagskraft der genannten Altvorderen wäre auch nicht verkehrt, die 2-3 Nummern, bei denen…
weiterlesen„Ein weststeirischer Wasserfall“ von Georg Nussbaumer. 7 Chöre auf Reisen. Die heurigen Ausflüge des steirischen herbsts ins Umland, erbaut auf den Ruinen des Festivals regionale, geraten zu echten Höhepunkten. Schnellentlossene, die heute auf den Graz Marathon der Kleinen Zeitung gut verzichten können, sollten sich noch bis 13.00 nach Stainz zum Schloss begeben. Es lohnt sich. Zuerst fährt man mit einem von sechs Bussen in den Heimatort des jeweiligen Chores. In unserem…
weiterlesen„Der eindimensionale Mensch wird fünzig“. Ein Abend von und mit Robert Stadlober, Andreas Spechtl, Kristof Scheuch (fehlt) und Thomas Ebermann. Es hat ja noch nie geschadet, als Besucher/in des steirischen herbsts Soziologie studiert zu haben, besonders aber an Abenden wie diesen. „Der eindimensionale Mensch“ ist schließlich eine Hommage an den deutschen Denker Herbert Marcuse, der die Linke ab den 60er Jahren mit jeder Menge Theorie versorgte und zuweilen sogar gedankliche Ausflüge…
weiterlesenherbstblog 4 / 2014: Tücken der Technik
Das Positive am gestrigen Abend mit UMA: Jede Menge Publikum im Festivalzentrum des steirischen herbst, das bewies, dass man auch als junge Band in Graz auf Interesse stößt. Das war es dann aber auch mit den guten Nachrichten. Das Konzert selbst war leider nicht das Gelbe vom Ei. Die Vorschusslorbeeren, auch hier verteilt, kamen offenbar zu früh, was die Live-Qualitäten des Duos angeht. Gut, zwei Nummern waren sehr in Ordnung…
weiterlesenherbstblog 3 / 2014: Dreiecksbeziehung
Benjamin Verdonck: notallwhowanderarelost Der Belgier Benjamin Verdonck ist ein seltsamer Geselle. Kopflos, als wandelnder Kleiderhaken, beginnt er seinen Auftritt. Dann baut er wider alle Schwerkraft eine Konstruktion aus einem Sessel, Coladosen und einem Fußball. Ehe er zum eigentlichen Stück im Stück kommt. Er zieht an einer Holzkonstruktion Schnüre und zaubert so ein ebenso eigenartiges wie auch einzigartiges Dreieck-Theater in den Festsaal des Schlosses in Wildon. Mit kleinen Abänderungen der Bewegungen und ein…
weiterlesenJulia Pierson: Schlechter Service, gar nicht „Secret“Gestern war es dann zuviel. Die Leiterin des Secret Service musste zurücktreten, nachdem bekannt geworden war, dass es überraschend leicht ist, mit einem Messer durch so gut wie alle Sicherheitsschranken des Weißen Hauses zu gelangen, wenn man nur schnell genug laufen kann. Von gemeinsamen spontanen Aufzugsfahrten mit dem Präsidenten der USA ganz zu schweigen. Der angeblich mächtigste Mann der Welt ist für Autogrammstunden also…
weiterlesenCD des Monats Oktober
„UMA“ CD 2014, Seayou / Rough tradeMan nehme ein wenig Trip-Hop à la Massive Attack und Portishead und mische die wesentlichen Elemente von UK Bass, Ambient und Pop hinzu. É voilá. Es fällt trotzdem schwer, die minimalistischen Klänge des deutsch-österreichischen Duos UMA in eine Schublade zu packen, zu vielschichtig ist das neue gleichnamige Album UMA geworden. Das lässt sich vielleicht durch die doch sehr konträren Zugänge zur Musik erklären. Ella…
weiterlesenherbstblog 2 / 2014: Die besten Parties
Die besten Hochzeiten sind nicht die, bei denen der Vater der Braut am Ende 10 Mio. Dollar Schulden hat. Auch nicht die, bei denen die Bilder des künftigen Ehepaars bereits vorab an Boulevard-Medien verkauft werden. Die besten Hochzeiten? Wir wissen auch nicht, welche das sind. Jedenfalls lädt der steirische herbst heuer zu einer Vermählung, die irgendwo zwischen Interaktion mit dem Publikum und Sprachwitz mäandert und dabei viel Philosophisches über die…
weiterlesenRoman des Monats: Das Polykrates-Syndrom
Antonio Fian: „Das Polykrates-Syndrom“, Droschl 2014 Der gebürtige Kärntner Antonio Fian ist weithin bekannt durch seine Dramolette, kann aber literarisch viel viel mehr. Sein Roman „Schratt“ aus den frühen 1990er Jahren hat unsereinem damals ausgezeichnet gefallen, das änderte aber nichts daran, dass Fian sich danach wieder auf kürzere Texte konzentrierte. Das „Polykrates-Syndrom“ kommt nun wie aus heiterem Himmel. Der Roman ist nahe am Krimi, düster, dramatisch und derb, erstaunlich knapp…
weiterlesenWilfried Gombocz: „Mitten durch Leib und Seele“. 2014 Fritz Gombocz, Nachbar und Freund des Pavelhauses in Laafeld bei Radkersburg ist das, was man einen bunten Hund nennen könnte. Als Koch kam er früher viel in der Weltgeschichte herum, später versuchte er in Indien gegen den Müll anzukämpfen, in den vergangenen Jahren ist er in manchen steirischen Orten und Städten mit seinem Leierkasten aufgetreten und entsprechend aufgefallen. Er ist begeisterter Sammler…
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