Studio Dries Verhoeven: „Everything must go“ Im Depot der Helmut-List-Halle hat das Team des niederländischen Theatermachers Dries Verhoeven einen Teil eines Supermarkts installiert. Wir sehen einen Gang mit Regalen voller Produkte, wie wir sie vom täglichen Einkauf kennen. Außer, dass sie niederländische Beschriftungen tragen, wohlgemerkt. Viele Blechdosen, viel Plastik. Rund um diesen Gang sind mehr als ein Dutzend Videomonitore angebracht. Im Stil von Überwachungskameras flimmern Schwarzweiß-Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven durch…
weiterlesenKategorie: Theater
Cirque Le Roux: Entre Chiens et Louves Zwischen den Hunden und den Wölfinnen also. In der Nacht, wo alle Katzen grau sind. Da ist Alex unterwegs und er hat mindestens ein Problem. Wer lauert ihm da auf? Und warum? Die neue Produktion des bei La Strada schon mehrfach hymnisch gefeierten Cirque Le Roux führt uns in eine Welt, in der das Vertikale mit dem Horizontalen verschmilzt, wo Beziehungen neu definiert…
weiterlesen„Belly of the Best – eine Theaterstückentwicklung über das Miteinander“ Eine neue junge Theatertruppe (Regisseurin Azlea Wriessnig, Produktion Marie Treuer) bespielt eine legendäre Absturz-Bar im Gries. Die Beate hat man selten bis nie so theatralisch gesehen und vor allem: Selten bis nie war man dort so nüchtern wie an diesem Abend. Dabei steigt doch eine P.A.R.T.Y!, die Amadea Soltau, Emilie Ostermayer und Jacob Brokke energiegeladen feiern wollen. Aber irgendwie verzettelt sich…
weiterlesen„Fiasko“ von Imre Kertész, Theaterquadrat Graz Werner Halbedl hat einen sehr bekannten Text des ungarischen Nobelpreisträgers Imre Kertész auseinander genommen und neu zusammengesetzt. Und so bringt er die darin beschriebene Figur des „Alten“ solo auf die Bühne des Theaterhauses. Nur die Stimme seiner Frau aus dem Off durchbricht zuweilen den Monolog. Kertész hatte in „Fiasko“ seine eigene Vergangenheit zu be- und verarbeiten versucht, um nicht zu sagen: zu bewältigen. Er…
weiterlesenPosse des Monats
„Der böse Geist Lumpazivagundus. Zauberposse mit Musik von Johann Nestroy. Mit Couplets von Pia Hierzegger“, Schauspielhaus Graz In der Wiener Theaterzeitung schrieb der Kritiker Heinrich Adami im April 1833 über die Uraufführung dieses Stücks: „Die Handlung ist interessant und recht lebendig, der Dialog launig, […] die Situationen sind gut angelegt und benützt, ganz vorzüglich sind es aber mehrere der eingelegten Liedertexte, welche dieser Posse noch viele Wiederholungen zusichern dürften.“* Die Premiere…
weiterlesen„Immer noch hier. Von Ängsten und Alten und alten Ängsten“. Von Rebekka David & Ensemble mit Texten von Moliere, Shakespeare und Tschechow. Schauspielhaus Graz Dr. Rudi (the one and only Widerhofer!), der schon etwas vergreiste Chef des Instituts zur Überwindung der Angst vor dem Alter, begrüßt uns zum Tag der offenen Tür. Pflegeleiterin Sonja assistiert ihm und kümmert sich vorrangig um drei vom Leben und vom Altern durchgebeutelte Leutchen. Der…
weiterlesen»Hölle auf Erden. Eine Komödie am Vorabend des nächsten Weltkriegs« von Maria Lazar im Schauspielhaus Graz Da kann einem das Lachen durchaus im Halse stecken bleiben. Wir stehen unmittelbar vor einem neuen Weltkrieg und da ist dieses Stück, das Slapstick und bittere Kritik an den bestehenden Verhältnissen (inklusive Religion, Diplomatie und Politik) munter mit Action mischt. Maria Lazar schrieb »Hölle auf Erden« in den 1930er Jahren und es braucht gar…
weiterlesenMitmach-Aktion des Monats
„Scroll durch dein Leben“ 2024 hatte das Schauspielhaus Graz eine wirklich nette Idee: Das Publikum möge Fotos einreichen, die auf irgendeine Art und Weise vorgegebene Fragen bildlich behandeln sollten. Die Beteiligung war enorm. 468 Fotografien wurden eingereicht. Sie waren bzw. sind im 1. Stock des Theaters zu bewundern. Einige haben es sogar ins Programmheft, auf Poster und auf Postkarten geschafft. Zum Beispiel unseres, aufgenommen in Steyr, das in leicht bearbeiteter…
weiterlesenWo trifft man Andrea Vilter? Am besten im Schauspielhaus. Gut, sie war schon auch mal im Kino und im Kaffee Weitzer war sie sogar schon öfters. Aber Vilter ist sehr auf das Geschehen im eigenen Haus fokussiert und das soll ja auch so sein. Im Gespräch erörtern wir daher, wieso das Bühnenbild in ihrer Ära so speziell ist – kunstfertig könnte man sagen. Und warum wir Steuerzahler:innen dennoch beruhigt schlafen…
weiterlesenDie Rabtaldirndln: „Warum bricht mein Knie gerade jetzt“ Vier Frauen treffen in der Reha aufeinander. Es eint sie der Schmerz. Das Knie, das Kreuz, die Schulter und der ausbleibende Stuhlgang. Aua! Das Alter drückt und das Primat des Primars drückt auch. Während es die eine beim Training übertreibt („warum bricht mein Knie gerade jetzt?“) und die andere ihr Fairphone V sucht („wo ist denn mein Handy?“) will die dritte dem…
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