Christopher Mavric: …like New Yorkers. „A Street-Photo-Ethnography in 10 days“ nennt der Grazer Fotograf Christopher Mavric sein Werk im Untertitel. Man könnte auch Alltags-Soziologie dazu sagen. Eine Reise im März dieses Jahres ist hier zu erleben, die Menschen, ihre Kleidung und ihr Umfeld auf zweierlei Arten dokumentiert. Einmal rasch, spontan, zuweilen bewusst unkenntlich. Und dann ruhig, als Porträt, aus eigenen Stücken zur Schau gestellt. Beide Zugänge haben ihren Reiz, zeigen…
weiterlesenAutor: Haubentaucher
Stell dir vor, du bist Sängerin, du heißt Anna, und alle sagen, dass du gut ausschaust. Und dann kommt dein ehrgeiziger Manager und sagt: „Anna-Darling, du musst witziger sein. Die Leut kaufen sonst deine Sachen nicht mehr. Krise der Musikindustrie, das verstehst du doch, Sweetie?“Und dann fahren sie mit dir in den Wald und geben dir Pilze ins Jausenbrot und dann wollen sie, dass du dich hinstellst und möglichst viel…
weiterlesenLa Strada Blog 2012 / Teil 7: Bergmusik
Der gelernte Grazer gewöhnt sich ja langsam an Kultur, aber wenn – dann will er sie gar nicht mehr loswerden. So geht es einem auch heute noch bis am Abend auf dem Schöckl, dann ist die großartige Installation „Harmonic fields“ von Pierre Sauvageot leider wieder Geschichte.Also: noch schnell nach Radegund und rauf auf den Berg. Geigen, Trommeln, Windräder und allerlei anderes Instrumentarium hat der Franzose rund um den Ostgipfel verteilt.…
weiterlesenWir ersparen uns jetzt alle Witzchen, dass auch Bürgermeister Nagl an diesem Ort einen innovativen Stadtteil errichten wollte, nur sein Volk dies verhinderte. Bei Jo Bithume ist das Volk übersichtlicher, es sind nur mehr ein gutes Dutzend Leute übrig geblieben nach der Apokalypse. Die bauen in Reininghaus stabile Türme und Plattformen und versuchen zu überleben.Doch immer wieder landen seltsame Neuankömmlinge in ihrer kleinen Stadt. Ein Wrack mit einer schönen Dame und…
weiterlesenMann. Frau. Hund. Eine Menge Papier. Ein paar Schnüre und Dosen. Einen Pferdekopf. Mehr braucht die französische Gruppe Baro d’Evel nicht, um im Orpheum zauberhaftes Körpertheater aufzuführen. Die Story, so es eine stringente gibt: Wir sehen die Mitarbeiter einer „Forschungs- und Transformations GesmbH“ auf der Bühne. Ihr Job: Die Wiederherstellung der Ordnung. Er war wohl (oder wird?) ein Pferd. Der Hund war früher vermutlich ein Faultier. Und die Dame könnte eine Schlange…
weiterlesenEin besonders reizvoller Aspekt an La Strada sind die mehr oder minder unangekündigten Auftritte in der Öffentlichkeit. Während die Einheimischen schon gelassen reagieren („das ist dieses Straßentheater“), verlieren Touristen gerne mal die Selbstkontrolle, wenn sie von ein paar scheinbar verrückten und zerlumpten Gestalten sehr direkt angepeilt werden. So gesehen heute vormittag bei einem Auftritt von Jo Bithume mit dem Programm „Les Ravouilleurs“.Die Sporgasse hinunter führt der Zug, dann über den…
weiterlesenJörg Haider, Polit-Zombie.Nun ist der stets bräunliche Porschefahrer, Gaddafi-Freund und Bergfex schon beinahe vier Jahre unter der Erde und noch immer hat die arme Seele keine Ruhe. Die einen trauern unbeirrt ihrem Ikarus nach, der in Kärnten vom Polithimmel rauschte, die anderen hätten ihn gerne lebend, um ihn vor Gericht zu stellen.Die einen fordern mehr oder minder satirisch unbeholfen seine Seeligsprechung, die anderen glauben immer noch an seine Größe und…
weiterlesenLP/CD des Monats
hidden by the grapes: „if radios spoke with their hearts“, pumpkin records 2012Drei junge Grazer auf den Spuren von Nirvana? Es gibt Absurderes. Die steirische „Metropole“ wird ohnehin immer mehr zum Seattle des Jahres 1989. Überschätzt, provinziell, tendenziell unlocker, aber voller zorniger Kreativer. Wutbürgerliche Wohlstandsverlierer schreiben wahlweise Leserbriefe oder Bestseller, Kabarettisten revoltieren im Öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Berater und Politiker räumen in aller Ruhe größere Geldhaufen zur Seite – da ist es…
weiterlesenDramolett des Monats
Rochen und Dingo*Vorhang. Wir sehen eine Schwimmhalle. Es riecht nach Chlor und feuchter Badekleidung. Eine Horde junger muskelbepackter Sportler mit riesigen Kopfhörern stolpert orientierungslos von links nach rechts. Eine gewissenhaft gefönte Rundfunkreporterin stöckelt durch die Halle auf der Suche nach redefreudigen Interviewpartnern. Die Reporterin entdeckt einen Star, kreischt erfreut: „Marcus!“Sportler 1 grinsend: „Ja, Servus Hexi, was geht bei dir, how goes, wie wir in America sagen?“Reporterin: „Hast Zeit für ein Flash-Interview?“Sportler…
weiterlesenFotograf des Monats
Patrick Runte ist der beste Fotograf der Welt. Ganz ehrlich: das müssen Sie gesehen haben.Wir warten sehnlichst auf eine Ausstellung im Atelier Jungwirth. Aber pronto…http://patrickrunte.de/jumpnrun.html
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