William Fitzsimmons: „The Sparrow and the Crow“, erschienen 2009Wenn es einst an die ultimativ letzte Compilation des Lebens geht, an den Tonträger, den wir bei unserem Begräbnis vorspielen lassen werden, dann wird nach heutigem Stand definitiv etwas von Alela Diane dabei sein. „Tired feet“ vermutlich. Dann muss sicher der alte Nick Cave irgendwie mit von der Partie sein. Und seit kurzem hat sich auch William Fitzsimmons für diese seltsame Ehre…
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CD des Monats Dezember /national
Morbidelli Brothers: The Bandits Gospel, erschienen 2009 bei pumpkin/trost.Die fünf Herren aus Wien legen einen Tonträger vor, der mal zart besaitet, dann wieder rollend und krachend die Freude an allen Arten von Americana abfeiert. Dabei hört man den Bezug zur heimischen Szene durchaus, ohne dass dies irgendwie störend wirken würde. „When I was young“ ist so ein Stück, das einem schon beim ersten Hören vorkommt wie ein guter alter Bekannter.…
weiterlesenCD des Monats Oktober / Pop national
The More or the Less: „We, the people“, erschienen bei Lindo 2009. Da ist Jürgen Plank und seinem rührigen Label Lindo ein richtiger Glücksgriff gelungen: Der junge Singer-Songwriter Tobias Pötzelsberger liefert als „The More or the Less“ eine wunderschöne ruhige Platte ab, die – ginge es in der Radiowelt gerecht zu – längst Airplay auf den heimischen Sendern genießen würde. Erinnert ein klein wenig an die großartige Band Sophia und…
weiterlesenCD des Monats Oktober / Pop international
Bill Callahan: „Sometimes I wish we were an eagle“. Erschienen 2009 bei Drag City. Und gleich noch eine großartige ruhige Scheibe. Bill Callahan ist einer der Pioniere der Lo-fi-Bewegung und hat mit „Smog“ Tape-Geschichte geschrieben. Die gleichermaßen zart verschrobene wie poetische Platte „Sometimes I wish“ zeigt dementsprechend natürlich auch keinen Adler, sondern Pferde auf dem Cover. Auf der Instrumentenliste findet sich neben den Violinen und dem Cello auch der Wurlitzer.…
weiterlesenCD des Monats September
Krawauli: „Der König wartet“. Erscheint ab Mitte September 2009 bei Vollmond Records. Die heimische Szene, insbesondere die Abteilung Singer & Songwriter, macht seit gehöriger Zeit ordentlich von sich reden. Einer war anscheinend schon immer da und ist doch nirgendwo eindeutig einzuordnen: Kurt Gaulhofer, ein ruhiger Poet, der sich dem medialen Donnerwetter verweigert, der die Philosophie „Leise ist das neue Laut“ überzeugend lebt wie kein zweiter. Auch auf seiner neuesten CD…
weiterlesenCD des Monats August 2009
POEM/E/S, pumpkin records 2009 Ein Sammel-Album, wie es schon Tradition ist im Hause Pumpkin. Diesmal der Lyrik gewidmet. Mit mehr oder weniger hausgemachten Größen wie Bender, Lassos Mariachis, Ernesty International und Hotel Prestige. Das sind gleichzeitig auch unsere Anspieltipps. Bender verleihen der „Tänzerin“ von Emmy Hennings neue Kraft. Die Lassos liefern eine längst überfällige Hommage an den großen Poesie-Komödianten Christian Morgenstern. Hotel Prestige wagen sich an den großen William Shakespeare.…
weiterlesenCD des Monats / International
SCURDIA: Markus Schirmer & Friends „United Live“. Lotus Records 2009Wenn der Grazer Pianist Schirmer seine Freunde aus Kurdistan, Venezuela, D-land, Armenien, USA, Bosnien, Österreich und der Ukraine versammelt, gibt’s gleichermaßen den idealen Soundtrack für den verregneten Nachmittag am westöstlichen Diwan wie für den schwungvollen Abend am Tanzboden. Im besten Sinne des Wortes „Weltmusik“, zwischen fast allen Genres und Kulturen angesiedelt, gespielt mit traditionellen Instrumenten wie Oud und Balalaika. Anspieltipps: der…
weiterlesenCD des Monats / National
Ernst Molden: „Ohne Di“, Monkey Music 2009.Begleitet von Kapazundern wie Willi Resetarits, Walther Soyka (bekannt aus dem Umfeld von Roland Neuwirth) und dem Gitarristen Hannes Wirth (A Life, a Song, a Cigarette) gelingt Ernst Molden ein kleines düsteres Meisterwerk. Was L.A. mit dem frühen Tom Waits hat oder Barcelona mit Albert Pla, das hat die Wienerstadt mit dem Musiker und Schriftsteller und seiner jüngsten CD. „Is a dod da mau?“…
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bell etage: „with a flying white flag“. Probieren Sie diesen CD-Titel mal schnell im Plattengeschäft zu sagen. Kein leichtes Unterfangen. Aber bell etage machen es sich auch nicht einfach und bieten auf dieser brandneuen Scheibe ein weiteres Mosaiksteinchen aus ihrem seltsamen Mikrokosmos an Musik, die man so eigentlich seit 10 oder 15 Jahren nicht mehr macht, wenn man „dazugehören will“. Die einzelnen Songs nehmen sich die Zeit, um sich zu…
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P.J.Harvey & John Parish: „A Woman a Man Walked By“, 2009 Die gute alte Polly Jean ist wieder da, kraftvoll und wütend wie in ihren ersten Jahren. Die Arbeiten mit John Parish waren ja selten wirklich massenkompatibel, aber dafür musikalisch umso interessanter. Die neue CD des Duos ist rundum gelungen, rockt und kratzt und beißt. Anspieltipps: das himmelhoch gehauchte „Leaving California“ und „The Chair“ – nicht zu vergessen der punkige…
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