Thomas Wendrich: „Eine Rose für Putin“, Berlin Verlag 2015 Drehbuchautor (und Schauspieler) Thomas Wendrich schreibt in seinem Debut-Roman über einen Drehbuchautor. Was nach einem reichlich unoriginellen Setting klingt, entpuppt sich als verwinkelte großartige Geschichte über Ost-West-Beziehungen, die Folgen von Tschernobyl, Paarbeziehungen in der DDR, in Weißrussland und im wiedervereinigten Deutschland sowie die rätselhafte Vergangenheit des russischen Präsidenten. Kinder verschwinden und tauchen wieder auf, die Postbotin ist ein wenig zu neugierig…
weiterlesenDonald Trump: Twitter vergisst nicht.Da wollte einer besonders lustig sein. Und dachte (womöglich spät abends in wenig nüchternem Zustand?) jetzt könnte er sich den Spaß ja erlauben. Wenige Augenblicke, nachdem US-Krösus Trump den beleidigenden Tweet über Hillary Clinton online gestellt hatte, kam er offenbar wieder zur Vernunft und löschte die Eintragung. Zu spät…
weiterlesenMonika Reitprecht: „Wo stehen hier die E-Books?“, Milena Verlag 2015Die Autorin ist in Wien so etwas wie ein Facebook-Star. Im weitgehend geistlosen „Wartesaal für Idioten“ (© Tex Rubinowitz in „Irma“) überzeugt Reitprecht durch Witz und Schlagfertigkeit. Sie bespielt die Facebook-Seite der Büchereien Wien und bringt auf dieser täglich tausende Menschen zum Schmunzeln. In den gar nicht grauen Alltag einer Bibliothekarin lässt sie ebenso blicken wie in das rätselhafte Denken mancher Kundschaft. Da…
weiterlesenTex- und Sex-Roman des Monats: Irma
Tex Rubinowitz: „Irma“, rowohlt 2015 Das Leben hat so manche Pointe parat. Als wir das Buch lasen, waren wir gerade auf Kurzausflug nach Kopenhagen unterwegs. Dort angekommen große Freude: Passend zum Buchtitel gibt es in Dänemark eine Supermarktkette, die sich „Irma“ nennt. Gleich mal eine Bierdose der Eigenmarke gekauft und neben das Cover gestellt. Wenig später die nächste Überraschung: Die Irma bei Rubinowitz ist nicht nur eine verflossene Liebschaft, er…
weiterlesenHunde- und Bilderbuch des Monats Mai
Christine Klell und Cornelia Böhm: „When Dogs Poop“, Edition AusblickMehr als ein Jahr lang hat Fotografin Cornelia Böhm nach einer Idee von Christine Klell Hunde fotografiert. Aber nicht irgendwelche Hunde, sondern ausschließlich solche, die gerade ihr großes Geschäft verrichten.Nein, keine Angst, in diesem Buch finden Sie nicht die Resultate dieses Vorgangs abgelichtet, vielmehr blicken wir zumeist tief ins Antlitz des Tieres und damit vielleicht sogar in seine Seele, wie es…
weiterlesenMichael Bischof, beharrungswilliger Minus-Millionär aus Hart bei Graz.Die nackten Zahlen vom vergangenen Urnengang bei den steirischen Gemeinderatswahlen zeigen, dass in Hart bei Graz die Uhren anders gehen. Die stimmenstärkste Partei, die SPÖ unter Bürgermeister Bischof, halbierte sich beinahe von 62% auf 33% der Stimmen. Eine neu formierte Bürgerliste hingegen kam mit knapp 32% auf Anhieb an die zweite Stelle. Gerade einmal 27 Stimmen waren es, die den Roten noch die…
weiterlesenTonträger des Monats April
Haubentaucher presents: Fünfmal heimisches Musikschaffen. Abseits von Amadeus und sonstigen Eitelkeiten. Beginnen wir mit Willi Landl & Band: „sex violence“, JazzWerkstatt WienKeine Angst, ihr Freunde und -innen der Popkultur, das ist trotz des seltsamen Titels und des Etiketts Jazz eine äußerst erfreuliche Sache. Herr Landl singt deutschsprachige Texte voller Komik. Über rasierte Geschlechtsteile, Astronautenkost, Metallmusik im iPod und Nacktbaden erfahren wir allerlei Abseitiges. Einer der Höhepunkte: Der Chorgesang bei „Immer dieselbe Leier“. Wir behaupten…
weiterlesenDebut des Monats April
Guiliano Musio: Scheinwerfen. luftschacht 2015Der junge Schweizer Musio publizierte bisher in Anthologien und Literaturzeitschriften wie den manuskripten. Mit seinem ersten Roman legt er eine außerordentlich gut erzählte Geschichte vor, die ein eigenartiges Phänomen behandelt. „Scheinwerfen“, nennt Familie Weingart ihre Fähigkeit, durch körperliche Berührung die Erinnerungen eines Menschen zu erfassen. Seit Generationen wurde diese Gabe weitergegeben, doch erst die Mutter von Toni und Julius machte mit Hilfe ihres Mannes daraus ein Geschäft.…
weiterlesenRoman des Monats: Stoner
John Williams: „Stoner“, erschienen bei dtv 2013 „Nun begann er zu begreifen, dass die Liebe weder Gnade noch Illusion war, vielmehr hielt er sie für eine Art der Menschwerdung, einen Zustand, den wir erschaffen und dem wir uns anpassen von Tag zu Tag, von Augenblick zu Augenblick durch Willenskraft, Klugheit und Herzensgüte“, schreibt Autor John Williams in seinem im Jahre 1965 geschriebenen, fast schon vergessenen und 2006 wiederveröffentlichten Roman „Stoner“. …
weiterlesenEin altes Beisl erwacht zu neuem Leben.Der Haubentaucher kann’s bezeugen.http://haubentaucher-beisl.blogspot.co.at/
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