Ernesty International: „Not a ship an Aeroplane“, Ernesty Music Group 2011Jedes Jahr eine neue CD, drunter tut es Ernst Tiefenthaler nicht. Die 2011er ist rockig, countryesk und poetisch, langsam und konzentriert, absolut nicht dahergehudelt, kaum ein Song ist unter 4 Minuten lang. Eigentlich kann man Ernesty International am besten mit Ernesty International vergleichen, ansonsten hat sich Herr Tiefenthaler nämlich ein eigenes musikalisches Kleinst-Universum zusammengezimmert, in dem es sich offensichtlich recht…
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CD des Monats April
William Fitzsimmons: „Gold in the shadow“, 2011Der großartige Problembär und passionierte Bartträger ist hörbar gut aufgelegt, soll in seinem Fall heißen ruhig, ausgeglichen, entspannt, sentimental. Wer z.b. auf Facebook verfolgt hat, dass der gute Mann in den letzten Monaten andauernd durch die Weltgeschichte getingelt ist (from Hartberg to Toronto), der wundert sich vielleicht, wie da eine neue Platte entstehen kann, aber genau so klingt „Gold in the shadow“. Eine Reihe…
weiterlesenCD des Monats März
P. J. Harvey: Let England shake. Island 2011Polly Jean Harvey, Indie-Heldin unserer verflossenen Jugend, war ja nie wirklich weg, aber so stark da wie mit diesem Album war sie schon lange nicht mehr. Regierte früher oft eine gehörige Portion Wut quer durch alle Songs, ist „Let England shake“ voller Zwischentöne, die einen auch beim 20. Mal Anhören beschäftigen. Und dominierten früher Gesang, Gitarre oder aber Piano (wie beim letzten Album…
weiterlesenCD des Monats Feber 2011
Martin Konvicka „weiter“, erschienen bei pumpkin records“‚weiter‘ ist ein als Indie-Rock-Album getarntes Singer/Songwriter-Album“, behauptet der Pressetext und wir widersprechen und sagen: Es ist genau umgekehrt. Da versucht ein junger Kerl Texte, die uns tatsächlich etwas sagen wollen, mit überraschend krachenden Gitarren zu kombinieren. Das geht meistens schon sehr schön auf und bei den Passagen, wo es sprachlich noch ein bissl holpert, wird die Zukunft für Routine sorgen. Momentane Lieblingszeile: „ich…
weiterlesenCD des Monats: Killa Marilla
„Eiskalt“ erschienen bei pumpkin records 2011Ein eher schon sehr geradliniger und offenherziger Text, eine grollende Frauenstimme, Bassgitarre und Schlagzeug – schon mit dem ersten Titel auf „Eiskalt“ lassen „Killa Marilla“ keinen Zweifel über ihre musikalische Heimat. Ein klassisches Rock- oder Punk-Album ist die erste Studioproduktion der 2008 gegründeten Band trotzdem nicht. Immerhin findet man auf „Eiskalt“ auch bulgarische Volkslieder oder langsame Gesänge in russischer Sprache. Ziemlich weltoffen zeigen sich die…
weiterlesenCD des Monats November
Barefoot Basement, CD 2010, FAE RecordsSeit 2002 gibt es Barefoot Basement mit Sitz in Wiener Neustadt schon, jetzt endlich wurde auch eine CD produziert. Reggae heißt das Motto, zuweilen aber auch hemmungslos garniert mit Zirkusmusik und Latino-Rhythmen. Die allermeisten Tracks kommen ohne Vocals aus und machen grundsätzlich vor allem eines: Gute Laune. Mitreißend, unkompliziert, aber nie eintönig. Die CD wurde live am Festivalgelände in Wiesen eingespielt und diese Vibes merkt…
weiterlesenCD des Monats Oktober / Pop national
„The song not the singer“, eine pumpkin-compilation. Oktober 2010.Immer, wenn man glaubt, dem Herrn P. aus Wies gingen vielleicht doch langsam die Ideen aus, kommt der Postler und bringt eine neue CD, die es in sich hat. Diesmal lautet das Motto: Instrumental. Und das ist nicht nur für Sprachmuffel ziemlich wohltuend. Die CD startet mit Hella Comet und „you shine“, einem Track, der auch hervorragend auf den Soundtrack von Twin…
weiterlesenCD des Monats Oktober / Pop international
Eels: „Tomorrow Morning“.Das Kontrastprogramm zur aktuellen Eels-Tournee, die ziemlich krachig und rockig ausgefallen ist und die die bärtigen Mannen um Mr. Everett kürzlich auch nach Graz führte. Die CD ist ein klein wenig ruhiger, eeliger, sie verlässt sich auf die Magie der Stimme des großen strangen Poeten. Allerlei seltsames Geräusch fiepst, piepst und zierpt da zwischendurch. Es gibt aber auch einfache gerade Eels-Songs wie „Baby loves me“, die man pro…
weiterlesenTonträger des Monats September
Spring and the Land: „outside my window“. erschienen 2010 bei early morning melody. erhältlich im Vertrieb bei hoanzl.Die beiden Grazer Jacques Bush und Marino Acapulco waren schon mal veritable Radiolieblinge unter dem Signet Dogboy, haben es sich aber irgendwie doch anders überlegt und machen als „Spring and the Land“ jetzt trotzdem wieder lässig dahinschrammelnden Indie-Pop, wenn man denn diese Bezeichnung verwenden möchte. Klingen manchmal nach den Beatles im 21. Jahrhundert,…
weiterlesenCD des Monats August 2009
Richtig geraten: Crazy Heart: Original Motion Picture Soundtrack Wer Countrymusik nicht mag, dem kann auch nicht geholfen werden. Allen anderen sei gesagt: der Soundtrack von „Crazy Heart“ darf in keiner guten Musikaliensammlung fehlen. Um die Stimmung mancher Songs auf dem Album zu beschreiben, möchten wir folgenden Youtube Comment zitieren: „T-Bone doesn’t make music, he slits his wrists and bleeds on the vinyl.“ (remyshepherd, 28, USA). Und hier noch eine kleine…
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