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Buch des Monats April

Der Haubentaucher

Werner Ringhofer: „Herwig Ertl. Einfach Genuss! Ansichten eines kulinarischen Querdenkers.“ Carinthia Verlag.Zugegeben, perfekt ist das Buch nicht. Da wird ein bisschen gar oft der Begriff „Edel-Greißler“ für den eigenwilligen Kaufmann Herwig Ertl aus Kötschach-Mauthen bemüht. Auch verliert Gastro-Journalist Ringhofer seinen Protagonisten erstaunlich rasch aus dem Fokus und widmet sich lieber hingebungsvoll dessen Lieferanten und Partnern. Aber in Zeiten der kulinarischen Massenabfertigung und der Allgegenwart von Diskont-Supermärkten ist ein solch liebevoll…

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Unbuch des Monats Jänner

Der Haubentaucher

Dirk Stermann: 6 Österreicher unter den ersten 5, ullstein VerlagGanz ehrlich: natürlich lieben wir den bissigen Humor von Grissemann und Stermann, auch wenn wir immer schon gemutmaßt haben, dass wirklich witzig eigentlich nur einer von beiden ist. Dirk Stermann ist es eher nicht, wenn man sein neues Buch aufmerksam liest. Ja, wir haben es mitbekommen, das Ding verkauft sich super. Gehört anscheinend in jeden bildungsbürgerlichen Bobo-Haushalt. Ist leider trotzdem weder…

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Un/Buch des Monats April

Der Haubentaucher

Wolfram Siebeck „Siebecks Seitenhiebe. Aus dem Leben eines Berufsessers“, Verlag Gräfe und Unzer 2008Aus Gründen, die hier noch nicht detailliert dargelegt werden können, liest der Haubentaucher momentan recht massig Bücher aus dem Bereich Kulinarik & Kritik. Von Altmeister Siebeck haben wir uns da einiges an Würze erwartet und zu Beginn enttäuscht er uns auch nicht. Er lästert gegen Gourmet-Festivals, regt sich über Spargel auf und über Kellner, die zwei Stunden…

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Buch des Monats März

Der Haubentaucher

„Der Papierene. Das Leben des Fußballstars Matthias Sindelar“, von Sascha Dreier. Band 1 (1903-1933), erschienen bei Ueberreuter. Für Fußballinsider ist das Buch keine Neuigkeit mehr, es erschien bereits 2009. Aber für alle Anderen ist das hier eine schöne Empfehlung, rechtzeitig zum Frühlingsstart nach den Winterspielen. Wenn ein deutscher Cartoonist sich in gezeichneter Form mit einem legendären Wiener Kicker auseinandersetzt, mag das seltsam sein. Doch Sascha Dreier macht seine Sache sehr…

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Buch des Monats Feber 2010

Der Haubentaucher

Ruth Reichl: „Falscher Hase. Als Spionin bei den Spitzenköchen“, Taschenbuch bei blanvalet 2008.Die Dame war nicht nur eine gefürchtete Gastrokritikerin (für die New York Times), sondern auch notgedrungen eine Meisterin der Verwandlungskunst. Ruth Reichl erzählt hingebungsvoll und flott über ihre Erlebnisse in der wahrscheinlich aufregendsten Kulinarikmetropole der Welt. Über piekfeine, aber lausig geführte Lokale, über ihre Liebe zu asiatischen Spezialitäten und über die Kostüme, die sie anlegt, um unerkannt zu…

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Buch des Monats Jänner 2010

Der Haubentaucher

„Verbrechen“ von Ferdinand von Schirach, Piper 2009Verbrechen lohnt sich nicht. Eh klar. Außer für all die Juristen, die in den vergangenen Jahren aus ihrem Berufsleben Literatur gemacht haben. Der beste von allen – zumindest im deutschen Sprachraum – ist bislang Ferdinand von Schirach, der die grausamsten und brutalsten, aber auch die schönsten Geschichten zusammentrug, die Personen bis zur Unkenntlichkeit veränderte und dann sprachgewaltige Short storys daraus machte. Was unsterbliche Liebe…

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Buch des Monats Dezember

Der Haubentaucher

Günter Eichberger: „G-Punkt des Universums. Aus der Stadtchronik eines Flaneurs“, 2009 Edition Keiper. „Wozu brauch ich das? Die Kolumne les ich eh in der Kleinen Zeitung“, so mag mancher Kleingeist denken angesichts des neuen Buches des Grazer Autors Günter Eichberger. Weit gefehlt ist dieses Urteil allerdings aus zwei Gründen. Zum einen ergibt erst die Zusammenschau eine klare Sicht auf das seltsame kleine Universum, das der Stadtflaneur nicht nur beschreibt, sondern…

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Buch des Monats November

Der Haubentaucher

Die Fußball-Matrix. Von Christoph Biermann. Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch 2009. Biermann ist einer der besten deutschen Sportjournalisten und ein origineller Buchautor obendrein. In seiner Matrix trägt er allerhand Fakten zusammen und untersucht wissenschaftliche Fragen zur Fitness von Fußballern genauso wie unterschiedliche taktische Ansätze. Kurzweilig, intelligent und unterhaltsam, wenn man mal von der ziemlich nichts sagenden Passage absieht, in der mit Felix Magath über Fußball und Schach philosophiert wird. Ein…

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Buch des Monats Oktober: Kornblumen.

Der Haubentaucher

Ein interdisziplinäres Projekttagebuch, initiiert von Sigi Faschingbauer. Erschienen in der Edition Keiper. So was gibt es eigentlich gar nicht mehr. Kann es nicht mehr geben in einer auf Profit angewiesenen Verlagslandschaft, wo nur mehr bewährte Bestseller-Autoren und (Pseudo-)Prominente verlegt werden. Ein Buch voller kleiner Kunst-Griffe. Mit Bildern, Kommentaren, Briefen, Anmerkungen, Texten und beeindruckenden Fotos von Werner Krug. Der Grazer Grafiker und Maler Faschingbauer versucht mit diesem reich bebilderten Tagebuch die…

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Buch des Monats Juli

Der Haubentaucher

Irvin D. Yalom: Die rote Couch. Verlag: btb (Originaltitel: Lying on the Couch, erschienen 1998) Kann man eigentlich Amerikaner sein, ohne zumindest einmal im Leben eine Therapie gemacht zu haben? Wohl eher nicht. Das weiß keiner besser als Irvin D. Yalom, Psychoanalytiker und Bestseller-Autor. Seine Geschichte entspinnt sich darum gleich in den dunkelsten Ecken des Arzt-Klienten-Verhältnisses. Sex, drugs and Rock’n’Rage. Dass wir nebenbei auch noch etwas über Freuds Sexualleben und…

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