Tex Rubinowitz: Little Woody Allen. Unzuverlässige Erzählung. Ventil September 2026
Wir sind große Fans. Das kann man hier immer wieder nachlesen. Und nachhören. Tex Rubinowitz ist dann am besten, wenn man ihm alle Freiheiten lässt, wenn er drauf los fabulieren kann. Dachten wir zumindest bis jetzt. Denn bei aller Liebe zum mäandernden Schreiben, irgendwann wird es schwierig. Und diese Grenze ist mit diesem Buch nun erreicht – wenn auch nicht irreversibel überschritten. Man hätte es ahnen können, der Klappentext spricht schon von „Experiment“ und „verstolpert“.
Die Geschichte von Woody Allen, der in Deutschland einen Film drehen will, von einem Erzähler, der eine Biographie über Allen schreiben soll, den er eigentlich nicht besonders schätzt, von Gereon, der wie ein schlechtes Gewissen über der Handlung wacht, entgleitet dem Autor peu á peu – und ja, das ist gewollt, keine Frage. Aber es ist recht mühsam zu lesen und mehr als skurril ist es halt auch nicht. Wenn das jemand anders sieht: Schreibt uns und wir diskutieren das aus.