Mann. Frau. Hund. Eine Menge Papier. Ein paar Schnüre und Dosen. Einen Pferdekopf. Mehr braucht die französische Gruppe Baro d’Evel nicht, um im Orpheum zauberhaftes Körpertheater aufzuführen. Die Story, so es eine stringente gibt: Wir sehen die Mitarbeiter einer „Forschungs- und Transformations GesmbH“ auf der Bühne. Ihr Job: Die Wiederherstellung der Ordnung. Er war wohl (oder wird?) ein Pferd. Der Hund war früher vermutlich ein Faultier. Und die Dame könnte eine Schlange…
weiterlesenEin besonders reizvoller Aspekt an La Strada sind die mehr oder minder unangekündigten Auftritte in der Öffentlichkeit. Während die Einheimischen schon gelassen reagieren („das ist dieses Straßentheater“), verlieren Touristen gerne mal die Selbstkontrolle, wenn sie von ein paar scheinbar verrückten und zerlumpten Gestalten sehr direkt angepeilt werden. So gesehen heute vormittag bei einem Auftritt von Jo Bithume mit dem Programm „Les Ravouilleurs“.Die Sporgasse hinunter führt der Zug, dann über den…
weiterlesenJörg Haider, Polit-Zombie.Nun ist der stets bräunliche Porschefahrer, Gaddafi-Freund und Bergfex schon beinahe vier Jahre unter der Erde und noch immer hat die arme Seele keine Ruhe. Die einen trauern unbeirrt ihrem Ikarus nach, der in Kärnten vom Polithimmel rauschte, die anderen hätten ihn gerne lebend, um ihn vor Gericht zu stellen.Die einen fordern mehr oder minder satirisch unbeholfen seine Seeligsprechung, die anderen glauben immer noch an seine Größe und…
weiterlesenLP/CD des Monats
hidden by the grapes: „if radios spoke with their hearts“, pumpkin records 2012Drei junge Grazer auf den Spuren von Nirvana? Es gibt Absurderes. Die steirische „Metropole“ wird ohnehin immer mehr zum Seattle des Jahres 1989. Überschätzt, provinziell, tendenziell unlocker, aber voller zorniger Kreativer. Wutbürgerliche Wohlstandsverlierer schreiben wahlweise Leserbriefe oder Bestseller, Kabarettisten revoltieren im Öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Berater und Politiker räumen in aller Ruhe größere Geldhaufen zur Seite – da ist es…
weiterlesenDramolett des Monats
Rochen und Dingo*Vorhang. Wir sehen eine Schwimmhalle. Es riecht nach Chlor und feuchter Badekleidung. Eine Horde junger muskelbepackter Sportler mit riesigen Kopfhörern stolpert orientierungslos von links nach rechts. Eine gewissenhaft gefönte Rundfunkreporterin stöckelt durch die Halle auf der Suche nach redefreudigen Interviewpartnern. Die Reporterin entdeckt einen Star, kreischt erfreut: „Marcus!“Sportler 1 grinsend: „Ja, Servus Hexi, was geht bei dir, how goes, wie wir in America sagen?“Reporterin: „Hast Zeit für ein Flash-Interview?“Sportler…
weiterlesenFotograf des Monats
Patrick Runte ist der beste Fotograf der Welt. Ganz ehrlich: das müssen Sie gesehen haben.Wir warten sehnlichst auf eine Ausstellung im Atelier Jungwirth. Aber pronto…http://patrickrunte.de/jumpnrun.html
weiterlesenKlassiker des Monats
Die neue Eigenlob- und Geschichtsklitterungsabteilung hier auf www.haubentaucher.at – heute mit einem erschütternden Sittenbild aus einer Zeit mit Hochkultur, wenn auch ohne Hochwasser…Das Ende der Graugänse
weiterlesenBlog des Monats
Des Wahnsinns Blog ist – ja was eigentlich? Eine Sammlung kleiner alltagssoziologischer Beobachtungen? Eine Abrechnung mit der miefigen Wirklichkeit? Meistens erfrischend jedenfalls, manchmal heiter, zuweilen auch daneben – so ist der Wahnsinn, so ist das Leben…http://wahnsinnsblog.net/
weiterlesenErzählungen des Monats
Mike Markart: „Magritte“, edition keiper 2012Eine sehr freie Variation über Werke des belgischen Malers René Magritte bringt die Grazer edition keiper demnächst auf den Buchmarkt. Der in der Weststeiermark lebende Autor Mike Markart ist einer, der es noch versteht, ganze Hauptsätze zu Papier zu bringen, der auch mit knappen Worten Menschen und Dinge so beschreiben kann, dass mehr entsteht als eine Ansammlung schiefer Metaphern. Über einen Zeitraum von fünf Jahren…
weiterlesenHydra: „Dieses Buch macht dich fertig!“ Holzbaum Verlag 2012.Ganz ehrlich: das ist das witzigste Buch, das wir seit längerem in Händen hielten. Angeblich gedacht für Mut- und Wut-Bürger und -innen, in Wahrheit aber feinste hinterfotzige Satire. Aggressionen gegen den Chef? Das Gefühl, immer und überall zu kurz zu kommen? Dann muss dieses Buch her. Mit erstklassiger Ironie wird nicht nur die Ungerechtigkeit auf der Welt demaskiert, sondern auch die ewige…
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