Ernesty International: „it could be the Sun, Mr. President“. pumpkin records 2010.Der Haubentaucher ist bekanntlich ein deklarierter Fan des Herrn Ernst Tiefenthaler und das wird sich nach dieser CD auch sicher nicht ändern. Entspannt, fast schon abgeklärt, klingt Ernesty auf der zweiten Solo-CD. Tiefenthaler besingt Fidel Castro, die holde Weiblichkeit und die Knarre des Herrn Papa. Reichhaltig instrumentiert mit Xylophon, Tambourin und einem Haufen Schlagwerkzeug, Keyboard und natürlich einer Menge…
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CD des Monats Juli / international
Laura DiStasi: „Winters never quit“, Snow Day Music 2005Laura DiStasi ist uns, wie schon erwähnt, im Rahmen eines Konzerts in Hartberg aufgefallen. Tolle Stimme und sehr sympathische, fast schon zu bescheidene, Ausstrahlung. Schade, dass man nicht schon früher von ihr gehört hat. Eine CD für trübe Tage, an denen irgendwo am Horizont die ersten Hoffnungsschimmer auftauchen. Ein mit Laura befreundeter Musiker drückte die Wirkung ihrer Songs einmal treffend so aus:…
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William Fitzsimmons: „Derivatives“Der bärtige Chef-Romantiker Fitzsimmons, der übrigens gerade durch unsere Lande tourt, hat eine neue Remix-CD am Markt. Muss man sich auch erst einmal getrauen, „I kissed a girl“ so zu bringen. Vor allem seine herzerweichenden Nummern „I don’t feel it anymore“ oder „So this is goodbye“ gewinnen durch die Bearbeitungen noch zusätzlich an Kraft. Man darf das hier ganz klar sagen: Der Mann ist einfach Klasse. Live zu…
weiterlesenCD des Monats Mai /international
Hole „Nobody’s Daughter“, erschienen im Mai 2010 bei Mercury/UniversalDas kommt jetzt doch etwas überraschend. Courtney Love stellt sich auf der neuesten CD als die jüngere Schwester von Marianne Faithfull vor. Gründe, sich – z. B. über sich selbst – zu ärgern, hat sie bekanntlich reichlich. Und diese über die Jahre hübsch kompilierte Wut reagiert sie in den 11 Songs ab wie nur was. Die Stimme tönt dementsprechend, als säße Frau…
weiterlesenCD des Monats Mai /national
anoroc: the completion of our exaggerationerschienen im Mai 2010 bei pumpkinDas ist jetzt nicht wirklich das heimische Gegenstück zu Hole. Melodischer Postrock nennen das die Plattenverkäufer, weniger Zeter und Mordio als bei Mrs. Love, dafür mehr Harmonie(n) und schön gebaute klassische Rocksong-Strukturen. Bei anoroc aus Wattens dürfen auch das Keyboard und sogar das Theremin zwischendurch durchschimmern. Moment, war das gerade ein Gitarrensolo? Und singen können die Burschen auch. Nur nicht…
weiterlesenCD des Monats April / above all genres
Sofa Surfers „Blindside“, monoscope recordsDie (zumindest von mir) auch schon wieder lang erwartete neue CD der Sofa Surfers hat vorab eine Menge Lorbeeren kassiert und das völlig zu Recht. Es rockt, grummelt und klingt nicht mehr nach Wiener Elektronik plus Hiphop, sondern schlicht nach Weltklasse. Irgendwer hat da hinten aus der Presse-Lounge „Massive Attack“ gerufen, aber wenn das so ist (wie etwa unbestreitbar beim Song „Hardwire“), dann ist „Blindside“ die…
weiterlesenCD des Monats April / Folk
Laura & The Comrats: „Creating Memories“, Lindo RecordsSängerin Laura Rafetseder aus Wien hat definitiv internationales Format und so ist es eigentlich überraschend, dass „Creating Memories“ der erste eigene Longplayer ist. „Es ist ein Album, das gleichzeitig nach vorne und zurück blickt“, sagt Rafetseder im Pressetext und da ist was Wahres dran. Wer will, kann Bezüge zu Joni Mitchell hören oder aber Parallelen zur Neo-Folk-Szene in den USA, die sich seit…
weiterlesenPlatte des Monats
33 1/3. Erschienen im Feber 2010. Limitiert auf Vinyl, auf Wunsch auch als Download.Mut zum etwas anderen Programm beweist Monat für Monat die steirische Plattenfirma Pumpkin Records, die sich bis nach Wien einen sehr guten Ruf erworben hat – als Sprungbrett für junge Bands und Solokünstler ohne Affinität zur ewig gleichen Playlist von Ö3. Zu einer Zeit, wo die Industrie gerade darüber nachzudenken beginnt, wie sie ihre Songs in Zukunft…
weiterlesenCD des Monats Feber 2010
Hadu Brand „forteen songs“, pumpkin records/trost 2010.Das klingt ganz sicher nicht nach österreichischer Pop-Musik, wie sie die kommerziellen Privatradios definieren. Das internationale Niveau, das Singer-Songwriter Hadu Brand sich erarbeitet hat, ist beachtlich. Da sitzt nicht nur jeder Griff auf der Gitarre, auch experimentelle Klänge, besonders schön zu hören etwa auf „Lenny“ oder am Ende der „Dinosaurs“, werden in das an sich sanfte Gerüst der Songs eingebaut. Dafür sollte man sich…
weiterlesenCD des Monats Jänner 2010
Forenbacher „Live Vest“, erschienen bei pumpkin 2009Die zentrale Erkenntnis stellt sich schon nach wenigen Tönen ein: Der Mann hat seinen Bruce Springsteen intus, aber nicht nur das. Forenbachers CD klingt nach endlosen Autofahrten und einem anschließenden Bierchen am Lagerfeuer. Da ist nordamerikanische Literatur drin und ein Haufen Wissen um Country-und Rockgeschichte. Der Steirer Matthias Forenbacher, der zwischen hier und dort pendelt und die Platte in Kanada aufgenommen hat, zeigt eindrucksvoll,…
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