Dominic Heinzl, SeitenspringerIm übersichtlich sumpfigen Zwergenstaat Österreich braucht es naturgemäß wenig, um ein schöner großer Haubentaucher zu werden. Da reicht schon selbstgefälliges Auftreten, ausreichend Medienpräsenz und ein dezenter Fettnapf. Dominic Heinzl kommt uns da gerade recht. Der Mann, der seit Jahren alle möglichen B- und C-Prominenten vor seine Kamera zerrt und sich gnadenlos über sie lustig macht, hat nun selbst ein kleines Glaubwürdigkeitsproblem. Zuerst noch im Interview ewige Treue schwören…
weiterlesenAutor: Haubentaucher
Film(e) des Monats Juli
Hunger, Steve McQueen, 2008. Über zwei Jahre hat es gedauert, bis dieses außergewöhnliche Docupic auch bei uns in die Kinos kam. Die einfühlsame Erzählung der Geschichte eines Hungerstreiks von IRA-Häftlingen brachte dem britischen Medienkünstler Steve McQueen 2008 eine Goldene Kamera in Cannes ein. Wer sich auf das verstörende Debüt zwischen Fäkalien, Blut und Prügel einlassen will, wird mit feinfühligen Zwischentönen belohnt. Ein bildgewaltiges Stück Geschichte, emotional erzählt. Hunger auf IMDB.comP.S.Und…
weiterlesenWebtipp des Monats Juli
Das wunderbare tschutti heftli.Die Schweiz hat einmal mehr etwas erfunden, das unsere ungeteilte Zuneigung verdient. Das Luzerner Fußball-Magazin mit dem sympathischen Namen „tschutti heftli“ erscheint vierteljährlich in gedruckter Form und bietet seit kurzem auch Texte seiner Autoren, die ausschließlich online erscheinen. Neben der schönen Grafik verführt das Ausnahmemedium mit einem Extra-Gimmick: dem WM-Sammelalbum. Die Teilnehmer der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft wurden von verschiedenen Künstlern gemalt. 445 Bilder insgesamt, darunter Deutsche in Lederhosen…
weiterlesenBuch des Monats Juli
„Vierzehn Knoten bis Greenwich“ von Olli Jalonen. Erschienen bei mare.Ein mehr als erstaunliches Buch. Der Finne Petr und sein Bruder Kari unternehmen mit dem englischen Ehepaar Graham und Isla eine Expedition im Gedenken an den großen Astronomen Edmond Halley (der mit dem Kometen!). Bei einer Vorbereitungstour kommen Graham und Isla dabei übrigens auch nach Graz (!). Anders als bei Jules Verne ist die anschließende Erdumrundung in einem Jahr vorgesehen, ohne…
weiterlesenCD des Monats Juli /national
Ernesty International: „it could be the Sun, Mr. President“. pumpkin records 2010.Der Haubentaucher ist bekanntlich ein deklarierter Fan des Herrn Ernst Tiefenthaler und das wird sich nach dieser CD auch sicher nicht ändern. Entspannt, fast schon abgeklärt, klingt Ernesty auf der zweiten Solo-CD. Tiefenthaler besingt Fidel Castro, die holde Weiblichkeit und die Knarre des Herrn Papa. Reichhaltig instrumentiert mit Xylophon, Tambourin und einem Haufen Schlagwerkzeug, Keyboard und natürlich einer Menge…
weiterlesenCD des Monats Juli / international
Laura DiStasi: „Winters never quit“, Snow Day Music 2005Laura DiStasi ist uns, wie schon erwähnt, im Rahmen eines Konzerts in Hartberg aufgefallen. Tolle Stimme und sehr sympathische, fast schon zu bescheidene, Ausstrahlung. Schade, dass man nicht schon früher von ihr gehört hat. Eine CD für trübe Tage, an denen irgendwo am Horizont die ersten Hoffnungsschimmer auftauchen. Ein mit Laura befreundeter Musiker drückte die Wirkung ihrer Songs einmal treffend so aus:…
weiterlesenzwei Prachtstücke aus dem Jahr 1985, gefunden im sogenannten Web 2.0 – was da nicht alles wieder auftaucht, ein Wahnsinn. Das Original-Bild auf Twitpic
weiterlesenEine imposante Botschaft, flockig in Szene gesetzt. Muss man gesehen haben.
weiterlesenIm malerischen Schloss Hartberg angekommen, gewannen wir rasch die erste Erkenntnis: Hier kommt man pünktlich! Eine Viertelstunde nach dem offiziellen Konzertbeginn startete die junge Sängerin Laura DiStasi ihr Set, alle Sitzplätze im Saal waren bereits besetzt, nur auf der Galerie fanden wir noch Platz. DiStasi präsentierte ihre neue CD, solo, nur von sich selbst am Keyboard begleitet. Eine große Stimme, tolle Ausstrahlung. Die CD werden wir Anfang Juli hier etwas…
weiterlesenDie Geschichte klingt wie ein neuer Streich des deutschen Satiremagazins Titanic oder wie eine PR-Aktion von Sasha Baron Cohen. Leider ist beides nicht der Fall. Dümmer als die Polizei erlaubt ist daher wohl jener Grazer, der versuchte Millionen zu lukrieren, in dem er sich reihenweise an US-Behörden wandte und behauptete, er habe geheime Daten über Terroristen gesammelt. Nun ist das FBI ja auch nicht ohne Fehl und Tadel unterwegs in…
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