Sandro Asatiani & Karl Stocker: „die Kunst, KI zu nutzen“, 2025
Mutig, mutig. Noch ein Buch über KI und vor allem auch über Anwendungen und Tools, die ja – wie wir zur Genüge gelernt haben – sich ständig weiterentwickeln. Die erfreuliche Nachricht: Die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen der KI ist vergleichsweise einfach und verständlich gehalten, mit vielen Übungen zum Ausprobieren. Es ist tendenziell ein Lehr- und Lernbuch für Menschen, die noch nicht metertief in der Materie stecken. Es intensiviert aber auch Erkenntnisse, die wir schon hatten, es fasst zusammen und ordnet neu ein. Dabei bleibt auch – im Gegensatz zu vielen Büchern, Ratgebern und Vorträgen – die kritische Seite nicht ausgespart. Man muss nicht alle Schlussfolgerungen der beiden Autoren teilen. Widerspruch ist zum Beispiel dort erlaubt, wo es um kreative Lösungen durch die KI geht. Anschaulich und lehrreich sind die Ausführungen besonders in den Abschnitten über „strategische Dekomposition“ und „Chain-of-Thought-Prompting“. Keine Angst: So kompliziert, wie das hier klingt, wird es nicht dargestellt. Im Gegenteil.
Sehr hilfreich ist auch das Glossar am Ende. Denn viele Begriffe hört man ständig, ohne dass sie wirklich immer richtig angewendet werden. Die Literatur, die Asatiani und Stocker heranzogen, stammt aus den vergangenen fünf Jahren. Dennoch darf die Frage nach der Halbwertszeit dieses Buches gestellt werden, das übrigens – naheliegenderweise – mit Hilfe von mehreren KI-Tools erstellt wurde. Für den Moment: Ein sehr gutes Praxis-Buch über KI, speziell für Menschen aus dem Kommunikations-, Design- und Marketingbereich. Ach ja: Katzenfotos dienen den Autoren mehrfach als Beispiel dafür, wie KI trainiert werden kann.