Kategorien
Musik

Tonträger des Monats Mai/Juni

BAIBA: Delusional. VÖ 22. 5. 2026

Die lettische Musikerin Baiba lebt in Innsbruck. Das hier ist ihr drittes Album und es ist so bunt wie vielfältig. Electro, Indie, Pop mit extraviel Drive und einer Dosis Selbstironie. Eine wilde Mischung, die gute Laune macht. Eine Stimme, die mitreißt. Geile Scheibe!

Tipp: Ab 30. Mai ist Baiba auf Tour und das macht sicher großen Spaß. Zuerst geht es „daheim“ in Innsbruck los. Am 5. Juni ist sie in Hart bei Straden – und wir nicht in der Steiermark ;( – und dann geht es nach Tschechien. Im Oktober folgt der zweite Teil der Tour.

***

ANJA OM PLUS: Tiny Little Boat, erschienen im März 2026

Anja Obermayer ist Sängerin, Komponistin und Bandleaderin. Und sie war schon vor fast vier Jahren in unserem Podcast. Gemeinsam mit Ursula Reicher, Mira Perusich, Lucia Leena, Ricarda Maria Jr. und Veronika Sterrer hat sie ein Album eingesungen, das zwischen Jazz und Pop, zwischen großen Gefühlen und kleinen zauberhaften Momenten wechselt. „I’m ready“ heißt es im ersten Song. Und „ready“ sind wir auch, um dieses Album wieder und wieder zu genießen. Große Vokalkunst aus Österreich. 10 von 10 Sternen. Mindestens. 

***

EVA PLANKTON: „Dance Of Time“, erschienen März 2026

Schon wieder März? Ja, da waren wir auch nicht die schnellsten. Aber jetzt begleitet uns der Zeitentanz eben durch den reif gewordenen Frühling. Die Grazer Sängerin Eva Plankton und der Gitarrist mit Legenden-Status Peter Taucher veröffentlichen hier ihr zweites gemeinsames Album. Und das bietet durchaus noch einmal eine Steigerung zur Premiere. „Orchestraler und stellenweise intimer ist als je zuvor“, nennt das der Pressetext. Und das trifft es gut. Die Stimme führt uns durch Licht und Düsternis, die geniale Gitarre und der eine oder andere elektronische Sound spielen sich nie in den Vordergrund. Es ist ein Album, das viele Stimmungen evoziert, das an die ganz Großen aus der Welt des Pop im weitesten Sinne des Begriffs erinnert. Hier spielen und singen zwei Menschen, denen es nicht um die große Show und das Pathos geht, sondern um die Liebe zur Musik. Eine wunderbare Kollektion von zehn Songs, jeder ein Juwel. Demnächst im OHO in Oberwart, in Sirnitz, im Verein 08 in Wien und beim Stadtfest in Salzburg. Und bald auch (wieder) in deiner Nähe.

***

MEL*E: Proud. JazzWerkstadt Records, VÖ 8. Mai 2026

Ha!

Viola Hammer (keyboards, synthesizer), Judith Ferstl (bass, bass synth) und Judith Schwarz (drums) sind MEL*E. Das ist laut und experimentell und jazzig und elektronisch und wild. Wie klingt das? Unique. Mutig. Cineastisch. Dark. Und: Stolz. Das ist jetzt nicht unbedingt die sanfte Berieselung für einen gemütlichen Abend auf der Couch. Und ob es jetzt „tanzbar“ ist, wie in den Presseunterlagen zu lesen, das ist wohl Geschmackssache. Aber es ist Musik mit dem „Ha!“-Effekt. Kraftvoll und live bestimmt ein Gewitter, das man nicht so schnell vergisst. Ha!

Live demnächst hier:
20.6. Solektiv St.Pölten
24.7. Gmünd
20.8. Jazzfestival Saalfelden
28.8. Jazz im Hof St.Pölten

***

ROYAL DIVING ACADEMY: Foster Fail. Pumpkin Records. VÖ 22. 5. 2026

Die fröhlichen Tauchpartie aus Wien besteht aus Roxanne Szankovich (Violine), Clara Wolf (Stimme und Percussion), Adrian Walther (Percussion, Keys, Drums, Stimme), Rainhard Süss (Bass, Stimme, Keys) und Max Ritter (Stimme, Gitarre). Dazu kommt für dieses Album noch mehr als ein halbes Dutzend an Gästen. Stellenweise minimalistisch, dann poppig, experimentell, sehr deutlich psychedelisch klingt das am Ende. Es schrammelt, plätschert, rockt, wie das zuletzt irgendwann in den verrauchten 1970ern salonfähig war. Kann sich hier noch jemand an die Plattenfirma Shimmy Disc erinnern? So ungefähr wie die seltsamen Meisterwerke aus diesem Stall vor dreißig Jahren, so ungefähr klingt die Royal Diving Academy.

„Dieses Album ist ein absolutes Unikat & Highlight“ vermerkte der enthusiastische Label-Boss handschriftlich auf den Presseunterlagen. Und: „Unbedingt den Live-Termin vormerken.“ Soll sein: 12. 6. oag Kulturverein in Graz, 13. 6. Das Dorf (Wien). Zwei Locations, in denen wir eh noch nie waren. „Are you turned on?“ Ja, durchaus!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert