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Buch des Monats Dramen, die das Leben schrieb

Geschichtenbuch des Monats

Martin G. Wanko: Die Welt in zwei Jahren. 24 Storys. keiper 2026

Die Welt in zwei Jahren? Früher hätte man über den Zeitraum von zwanzig Jahren nachgedacht und fabuliert. Aber wahrscheinlich hat er recht, der Martin G. Wanko, der in seiner neuen Geschichtensammlung über Zecken in Afrika schreibt, den nächsten Fußballeuropameister der Herren, eine Entführung oder das TikTok-Verbot. Nach dieser üppigen Zukunftsschau folgen Geschichten über Bahnhöfe, Pizza und Mozart, Obama und eine verschwundene Stadt namens Graz. Der Klappentext spricht vom „typischen Wanko-Style“ und das darf jetzt niemanden verwundern. Obwohl: Dieses Buch, zumindest der titelgebende erste große Text, ist schon ein wenig anders als gewohnt. Phantasievoll, aber nie komplett durchgedreht. Schön etwa die Idee mit dem leuchtenden blauen Ohr von Herbert K.

Wanko-Style im durchwegs positiven Sinne ist die Hommage an den viel zu früh verstorbenen Günter Encic. Dreimal dürfen sie raten, um welchen Verein es in „Weil wir Rote sind!“ gehen könnte. Die Wanko-Fotos im Buch sind schwarzweiß, ansonsten strotzt die Geschichtensammlung aber von bunten Perspektiven und Reminiszenzen an die Popkultur. Sehr gelungen!

Präsentation am 3. 10. ab 10.30 in der Buchhandlung Moser in Graz.

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