Compagnie du Coin: 95% Mortel
Die französische Truppe, verstärkt mit heimischen Musiker:innen, bespielt den Freiheitsplatz auf turbulente Art und Weise. Da wird trompetet und gejazzt, dass es nur so eine Freude ist. Es wird aber auch über den Platz gesprintet mit einer rauchenden Tasche, dass der eine oder die andere Zusehende hektisch beiseite springt. Das Publikum kann gar nicht anders, als mitlaufen, mitklatschen, mitsingen. Die Story rund um die 95-prozentige Mortalität und die 5 verbleibenden % Hoffnung geht dem Autor dieser Zeilen nicht wirklich auf. Am Ende irrt ein einsamer Außerirdischer über den Platz. Wird wohl damit was zu tun haben. Die Musik ist mitreißend, keine Frage. Und die Beteiligung von Menschen aus der Stadt ist eine sehr gute und lustige Idee. Ein bisschen mehr Geschichte – oder wollen wir es Dramaturgie nennen – wäre aber drin gewesen bei einer Spieldauer von 60 Minuten. Noch zu sehen am 7.8. und 8.8. um 19 Uhr am Freiheitsplatz.
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Le Patin Libre: Wheels & cello
Die vier kanadischen Artist:innen und der Cellospieler, die diesem Programm auch den Namen geben, sind am Bauernmarkt in St. Peter genauso daheim wie im Shopping Center oder im Augarten. Sie kommen aus dem Eiskunstlauf und haben bereits 2005 damit begonnen, aus dem ohnehin sehr kunstvollen Sport eine neue Zirkus-Disziplin zu machen. Statt Kufen gibt es im Sommer eben Rollen, an der Kunstfertigkeit, der Eleganz, der perfekten Abstimmung ändert das nichts.
Das Publikum klatscht begeistert mit, wenn Le Patin in Einser-, Zweier- oder Vierformation über die Bühne saust, gleitet, springt. Wer es nicht und nicht zu den nächsten Auftritten schafft (Augartenwiese:
7.8. um 19:00 Uhr, 8.8. um 11:00 & 19:00 Uhr), könnte sich auf der Website einige Videos ansehen, um auf den Geschmack zu kommen. Es war heuer eines der ohnehin erwarteten Highlights, würden wir meinen.
Fotos: La Strada Harry Schiffer (Le Patin Libre)
Haubentaucher.at (Compagnie du Coin)