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Konferenz des Monats: TEDxVienna 2018

„Simplexity“, 20. Oktober 2018

Die neunte TEDx in Wien (wenn man die Side-Events nicht mitrechnet) brachte ein proppenvolles Volkstheater, 22 „Talks“ und diverse Performances. Erstmals wurde die Veranstaltung als Live-Stream auch an verschiedenen Orten als „Public Viewing“ übertragen – im Netz natürlich sowieso.

Englisch ist Amtssprache, zumeist gut verständlich und durchaus völkerverbindend. Der Tag startete mit einem schrägen Auftritt der „Fearleaders“ und mit einigen interessenten Einblicken in demokratische Mitbestimmung (Philippe Narval vom Forum Alpbach und Dan Kahan) sowie den Reset-Knopf fürs eigene Leben (Tal Shmueli).
 
Ein erster Höhepunkt dann Vortrag plus Flug-Show von Elias Knubben, der mit seinem Festo-Team gewissermaßen Tiere in der Disziplin Produktdesign nachbaut. Ein spannendes Thema, souverän präsentiert.

Seit Jahren macht @festoag bessere Tiere als Gott.
? im Volkstheater bei der #tedxvienna pic.twitter.com/k7jZjXQK0g

— Michael Horak (@fatmike182) October 20, 2018

Manche Parallelen wird man in der Arbeit von Dani Clode entdecken. Die neuseeländische Designerin hat sich selbst einen dritten Daumen konstruiert. Herausragend waren zwei der folgenden Talks, weil sie enorme Innovationskraft aus alltäglichen Dingen mit einem weitreichenden sozialen Zweck verbinden.

Freddie Feldman entwickelte erst Kehlkopf-Mikrofone für Beatboxer und arbeitet heute an Lösungen, die ALS-, MS- und vielen anderen Patienten sowie auch ihrer Umgebung die Kommunikation erleichtern. Liron Lavi Turkenich ist Schriften-Gestalterin (Typeface-Designerin) und hat es geschafft, Arabisch und Hebräisch zu einer gemeinsamen Schrift mit weit über 350 Buchstaben zu verbinden.

Bevor es für uns (leider vorzeitig) wieder nach Graz ging, kam noch Tony Giles zu Wort. Der Engländer, der blind ist und auch zunehmend schlecht hört, schilderte voller Humor, wie es ihm gelingt, zumeist allein die Welt zu bereisen. Derzeit sind es 130 Länder, die Giles erlebt hat. Wie er das schafft, kann man in seinen E-Books nachlesen.

Fazit: Großartiges Gedankenfutter für die Birne. Nur leider wird man sich bald eine neue Location suchen müssen, das Volkstheater stößt wirklich an seine Grenzen. Wie wärs mit der Burg?

Tal Shmueli vor „seinem“ Graphic Recording von Lana Lauren.
Foto: haubentaucher.at 2018

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