Heinrich Steinfest: Die Linkshänderinnen. Piper 2026
Drei Frauen lernen sich durch einen Zufall in einem Flugzeug kennen. Sie haben sehr unterschiedliche Biographien, doch im Laufe des Kennenlernens reift der Entschluss: Sie führen gemeinsam eine exquisite Bar. Am Land fernab der Städte, doch nahe genug an Hotels und damit an einer interessanten Zielgruppe. Ach ja: alle drei Frauen sind Linkshänderinnen.
Bei der Eröffnung sitzt ein einziger Mann in der Bar. Doch es wird entschieden besser. Bald gilt das Lokal als idealer Ort, um einen Abend ausklingen zu lassen. Doch dann verschwindet eine große Gruppe französischer Gäste spurlos. Man findet bei der Suche nach ihnen zwar einen lange vermissten Jungen, doch die Französinnen und Franzosen scheinen wie vom Erdboden verschluckt. Der Ermittler Gehring geht dieser Sache nach, unterstützt von einer der drei Frauen, der Biologin Tilda. Wie die Geschichte ausgeht, wird hier nicht gespoilert.
Heinrich Steinfest erweist sich auch in diesem vergleichsweise flotten und kurzen Prosatext als Meister des Wortes mit einem gewissen Hang zum Skurrilen, wie sie schon dem finnischen Autor Arto Paasilinna eigen war. Es ist ein erfrischendes, heiteres Buch, ideal für den Sommer.
Nicht mehr, vor allem aber auch nicht weniger.