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Buch des Monats Romane

Roman des Monats September

Sven Regener: Frankie und Freddie. Galiani Berlin, 2026

Braucht die Welt noch ein Buch über die Brüder Lehmann in Berlin? Ja! Der neue Roman von Sven Regener bringt den jungen Frank Lehmann einigermaßen ins Schwitzen. Sein Bruder Manfred, daheim bei Muttern noch Manni, jetzt in Berlin Freddie genannt, will nach New York. Zuerst muss er aber mal raus aus einem seltsamen Hotel, wo er an einer mindestens so seltsamen Medikamenten-Studie teilnimmt. Und dann ist da Chrissie, in die Frank am Anfang noch zart verknallt, später aber wohl recht deutlich und intensiv verliebt ist. Natürlich ist auch Karl Schmidt, anno dazumal unvergessen dargestellt von Detlev Buck in der Filmadaption von Leander Haußmann. Und H.R. Ledigt, der schräge Künstlertyp, der einen Taxifahrer Bilder nach dem Prinzip „Malen nach Zahlen“ anfertigen lässt, der richtig Kohle bringen, der ist auch da. Am meisten Stress macht ein Kerl namens Artsy Fartsy. Und dann gibt es ein altes Auto, Grippetabletten und viel Schnee.

Sven Regener gelingt auch nach vielen Jahren, uns sofort wieder in diesen Subkultur-Kosmos des Lebens entlang der Berliner Mauer mitzunehmen. Der Roman ist sprachlich ein Juwel, vor allem aber ist er so komisch, dass man das Lachen unmöglich zurückhalten kann. Auch ohne die früheren Lehmann-Romane geht sich das bestimmt aus. Aber mit ist es natürlich noch weit schöner. Schade ist nur eines: Dass dieses Buch überhaupt zu Ende gehen muss – und dann vor allem so plötzlich.

Geht da irgendwann noch ein Teil, Herr Regener?

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