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Musik

CD des Monats Dezember

fragments of an empire: unspoken (2011)

Wenn aus der Gerüchteküche die Wahrheit strömt, könnte das eine der letzten pumpkin-records sein. Labelchef Wolfgang Pollanz hat anscheinend langsam genug. Schade wäre das – und gerade an den fragments of an empire sieht man, wie wichtig die Arbeit der Plattenproduktion aus dem schönen Ort Wies ist. Wer würde in Zeiten wie diesen denn sonst ein steirisches Instrumental-Quartett publizieren?

Die Fragmente hören auf die Namen Daniel Gutmann (Gitarre), Werner Wohlgemuth (Bass/Keyboards/Synth), Klaus Wohlgemuth (Gitarre) und Armin Poglitsch (Schlagzeug) und kommen aus Gnas. Ihre Musik wird gern unter dem Etikett „potenzielle Filmmusik“ von der Presse abgelegt und da ist natürlich was dran. Düstere rockige Klänge, Momente der Stille, leise Geräusche, die langsam anschwellen. Sehr ruhig, verhalten, gehen sie es auf dieser 6-Stücke-EP an, fast scheint es, als würden die vier Herren Schwung oder Luft holen vor dem großen Ausbruch. Um die am Markt üblichen Längen scheren sie sich einen feuchten Kehricht. „What can not be spoken“ dauert an die 12 Minuten, „Melancholia“ ist nur geringfügig kürzer. Wobei: Keine Angst, ein Gitarrensolo hat bei den fragments nichts Mark-Knopfler-mäßiges. Eine wohltuende Abwechslung ist die kleine Scheibe allemal, ob nun zur Weihnachtszeit oder danach. Und noch einmal: es wäre sehr zu bedauern, wenn es in Zukunft für heimische Bands die Plattform namens pumkin nicht mehr geben würde.

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