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Buch des Monats Juli

„Vierzehn Knoten bis Greenwich“ von Olli Jalonen. Erschienen bei mare.

Ein mehr als erstaunliches Buch. Der Finne Petr und sein Bruder Kari unternehmen mit dem englischen Ehepaar Graham und Isla eine Expedition im Gedenken an den großen Astronomen Edmond Halley (der mit dem Kometen!). Bei einer Vorbereitungstour kommen Graham und Isla dabei übrigens auch nach Graz (!). Anders als bei Jules Verne ist die anschließende Erdumrundung in einem Jahr vorgesehen, ohne moderne Fortbewegungsmittel und möglichst exakt entlang des Nullmeridians. Die abenteuerliche Reise führt zu einem großen Teil zu Fuß oder mit dem Schiff durch die Welt. Die vier Protagonisten bilden eines von mehreren Teams, das von einer sonderbaren Stiftung dirigiert wird. Jalonen erzählt viel über fremde Länder und Menschen, noch mehr aber über die menschliche Psyche angesichts enormer Strapazen. Liest sich wie ein großer britischer Abenteuerroman, allerdings mit überraschenden Wendungen und Perspektivenwechseln, wie sie wohl nur einem Nordeuropäer einfallen können. Ein literarisches Meisterwerk, solide bis großartig übersetzt von Stefan Moster.

Eine interessante, wenn auch nicht ganz simple, Interpretation des Stils von Jalonen finden Sie hier

Das Buch gibt es zum Beispiel da

2 Antworten auf „Buch des Monats Juli“

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