Komische Musik, kommentierten
meine Kinder das erstmalige Abspielen der
Hymnen-CD. Und Recht hatten
sie. Komisch, weil stellenweise sehr lustig.
Komisch, weil manchmal eigenartig. Komisch
aber auch im Sinne von zuweilen halbwitzig
und mit einem Overkill an Ironie.
Man muss dem Projekt, das größtenteils
Musiker aus Wien und der Steiermark versammelt,
zugute halten, dass die ausgewählten
Hymnen nicht den nationalistischen Ansatz
wählen sondern die Grenzen (auch die
musikalischer Genres) überschreiten.
Nicht umsonst beginnt die CD mit einer Hymne
wider die Macht. Einige der Songs
haben große Klasse, Bring
em on von den Electric Mermaids etwa
oder Nasi vom Ersten Wiener
Heimorgelorchester. Andere nerven. Vielleicht
sollte man der CD eine Gebrauchsanleitung
beilegen. So im Sinne von: Peu á
peu und mit größeren Pausen hören
statt in direkter Abfolge. Das macht die
komische Musik dann doch zu
einem interessanten Sammlerstück für
den aufgeklärten Musikfreund, der Conor
Oberst gut und Sarah Connor böse findet.