POPKULTUR IM AUGUST

CD des Monats: „Hymnen“. Erschienen bei Pumpkin Records 2005.


„Komische Musik“, kommentierten meine Kinder das erstmalige Abspielen der „Hymnen“-CD. Und Recht hatten sie. Komisch, weil stellenweise sehr lustig. Komisch, weil manchmal eigenartig. Komisch aber auch im Sinne von zuweilen halbwitzig und mit einem Overkill an Ironie.

Man muss dem Projekt, das größtenteils Musiker aus Wien und der Steiermark versammelt, zugute halten, dass die ausgewählten Hymnen nicht den nationalistischen Ansatz wählen sondern die Grenzen (auch die musikalischer Genres) überschreiten. Nicht umsonst beginnt die CD mit einer „Hymne wider die Macht“. Einige der Songs haben große Klasse, „Bring’ em on“ von den Electric Mermaids etwa oder „Nasi“ vom Ersten Wiener Heimorgelorchester. Andere nerven. Vielleicht sollte man der CD eine Gebrauchsanleitung beilegen. So im Sinne von: Peu á peu und mit größeren Pausen hören statt in direkter Abfolge. Das macht die „komische Musik“ dann doch zu einem interessanten Sammlerstück für den aufgeklärten Musikfreund, der Conor Oberst gut und Sarah Connor böse findet.