Verehrter Harry Rowohlt,
Auf Ihrer letzten Lesereise nach Graz (es
war ein grauenvolles Publikum & somit
ein knüppeldick verpfuschter Abend)
stand ich - in unsicher besohlten Schuhen
- in der Autogrammjägerschlange. Endlich
an der Reihe, verknackste sich mein linker
wie linkischer Fuß. Auf Ihre Frage
Ham Sie grade einen Knicks vor mir
gemacht? war von mir nur peinlich
berührtes Gebrummel zu hören.
Nein? Schade auch.
Bereue dieses Versäumnis heute schwer.
Besonders während der Lektüre
des neuen Lesebändchens von Frau Mikula
hatte ich (zumindest alle 5 Seiten einmal)
den Wunsch vor diesem gar nicht eitlen,
nur sehr, sehr guten Schreiber niederzuknien.
Werde den ehrerbietenden Knicks darum bei
nächster Gelegenheit nachholen.
Inzwischen besten Dank (für die schönen
Schnurren), lieben Gruß, allzeit gute
Reise und immer einen aktuellen Hühnerkalender
überm Kanapee!
Ganz die Ihre (eine Leserin <-- reuig)
P.S. Liebe Frau Mikula, tapfer ausgewählt
(wie lange darf man eigentlich HR bei der
Sichtung von 32.000 Seiten Briefmaterial
um den Bart streichen?).