Stiegl-Cup Viertelfinale: Rapid – GAK, 21. April 2004, 1:3
Wolfgang Kühnelt

Entschuldigung vielmals.
Liebe Sportfreunde, ich bitte um Vergebung für mein vereinsschädigendes Verhalten. An diesem lauschigen Abend bin ich nicht im Hanappi-Stadion und noch nicht einmal zuhause vor dem Fernseher oder Computer. Nein, ich absentiere mich und gehe zur Kultur. Mein Interesse für den Cup hält sich heuer in Grenzen. Obwohl – wie wäre es mit dem Double? Ich habe also mein Mobiltelefon lautlos gestellt und werde von Herrn Wanko per SMS auf dem Laufenden gehalten. Der größte Posten meiner monatlichen Telefonrechnung ist GAK-bedingt mittlerweile das Short Message Service.

Während ich mir also die bewegendsten Reden der österreichischen Bundespräsidenten (http://www.rabenhof.at/postille_content.htm) anhöre, schickt mir Wanko ständig gute Nachrichten. Sick trifft. Ramusch trifft. Bazina trifft. GAK trifft. In der nächsten Runde auf Ried. Hickersbergers grünweiße Truppe kann einem nach der dritten bitteren Niederlage in Serie leid tun.

Apropos Leid: Ich möchte mich an dieser Stelle außerdem dafür entschuldigen, dass ich mittlerweile glaube, dass der GAK Meister wird und Sturm absteigt. Entschuldigung.

Am nächsten Sonntag kommt die Sportecke live aus dem Horr-Stadion. Alle GAK-Fans, die ich kenne, sind für das superwichtige Spiel gegen die Austria optimistisch. Ob das ein schlechtes Omen ist?

Stiegl-Cup Viertelfinale: Rapid – GAK, 21. April 2004, 1:3

Martin G. Wanko

Magic Reds
Das ist wie ein Zauber. Man macht etwas, und es gelingt. Man zieht eine der 100.000 Colaflaschen, und gewinnt tatsächlich einen der Coca Cola EM-Bälle. Das ist mir die letzten 35 Jahre nicht geglückt! Die richtige Flasche zieht man in der richtigen Zeit, wenn alles läuft, die Flüsse zu einander führen. Ich hab ja tatsächlich mit dem Schicksal gehadert, hab die eine Flasche gegen die andere getauscht. Wäre sonst vielleicht das EM Ticket für zwei Personen unter dem Schraubverschluss versteckt gewesen? Glaub ich nicht, zu viel Glück ist pervers. Soviel Glück hatte ja unser Didi mit seinem Flankentor zum 1:2 gegen die Grünweißen. Darüber sprach ich auch mit Martin Behr, der meinte „dass passiert nur, wenn sonst alles passt!“ Das Glück ist also kein Vogerl, man kann es dingfest machen – es muss einfach alles passen.

So einfach ist es auf dieser Welt, wenn alles passt wird das Leben zu einem Elfmeter ohne gegnerischen Tormann. Und wenn es halt absolut nicht sein soll, verschießt man auch den. In dem Sinne ist das Didi-Goal auch kein Zufall, kein perverses Glück, sondern es passt halt alles. Wie lange noch? Ich bin ja einer der wenigen Roten, die den Zweckpessimismus zwischen Duschen und Wegpennen abgelegt haben. Unsere magische Phase wird länger anhalten als es manchem Gegner lieb ist. Fahrten nach Wien zahlen sich aus, auch diesen Sonntag! Das Veilchengift steht bereit! In dem Sinne – auf die Roten! h sie GAK-sozialisiert habe. Aber: Sympathie hilft uns nicht weiter. Höhere Zuseherzahlen dagegen schon.

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