Dramolett des Monats: Die Bundesheer-Reformkommission.
Vorhang. Wir sehen ein Wiener Vorstadtgasthaus. An einem
großen runden Tisch Helmut Zilk, Leiter der Bundesheer-Kommission
und seine Jünger.
Zilk: Burschn! Durchzählen!
Karl Schranz: Eins!
Karl Habsburg: Auch eins!'
Zilk: Geh Karli, du musst sagen: Zwei!
Habsburg: Zwei!
Karl Blecha: Drei.
Zilk: Du Korl? Was machst denn du da?
Blecha: Servas, mich hat der ÖFB vorgeschlagen.
Habsburg: Und mich der Papst.
Zilk: Habsburg, dich hab ich nicht gefragt.
Toni Sailer: Vier.
Zilk: Sehr brav, Sailer. So fang ma an!
Schranz: Kommt die Dagi heut gar nicht?
Zilk (drohend): Du Freunderl! Ich hab dir schon mehrmals
gesagt: Lass die Finger von meiner Frau!
Schranz: Fragen wird man ja noch dürfen.
Zilk: So, jetzt fangen wir aber an.Habsburg: Die Tagesordnung,
bittschön!
Habsburg: Also Punkt 1: Unsere Taggelder.
Zilk: Ich schlage vor: Wenn wir uns treffen, macht das
10.000 Euro pro Mann und Sitzung. Und wenn wir uns nicht
treffen das selbe.
Habsburg, Blecha und Sailer im Chor: Einverstanden.
Zilk: Gut, dann mach ma jetzt a Presseaussendung. Habsburg
schreib: Wie macht das der Zilk? Bundesheer-Reformkommission
erzielt schon bei der ersten Sitzung Einigung über
die wichtigsten Fragen!
Vorhang.
ENDE.