Zuhause bei Familie Khol.
Ein volksparteiliches Lehrstück.
Vorhang.
Wir sehen eine Tiroler Bauern-Designküche.
Rund um den Tiroler Bauern-Designtisch die Großfamilie
Khol.
Enkelin Khol schaufelt wortkarg das Tiroler Gröschtl
in sich hinein.
Großvater und Großmutter mustern sie skeptisch.
Der Großvater: Du Heidi, bischt du eigentlich schwanger
oder nur grantig?
Die Enkeltochter: Geh Opapa, der Peter hat mir erscht
geschtern wieder gsagt, dass er keine Kinder will!
Der Großvater: Na!
Die Enkeltochter: Woll. Er hat gsagt, mit den vielen Auschgabn
kann er sich des nicht leisten.
Der Großvater: Weil sein Vater so ein verkappter
Sozi isch!
Die Enkeltochter: Aber Papa, sein Vater isch doch kein
Sozi! Sonst hätt ich mir doch nie was angfangn mit
dem Peter!
Der Großvater: DU wirscht Kinder kriegen! Und zwar
einen Haufen! Mit WEM ischt mir wurscht! Ob mit dem Sozi
oder mit einem anderen! Aber du wirscht Kinder kriegen!
Die Enkeltochter bricht in Tränen aus.
Die Großmutter versucht zu kalmieren.
Die Großmutter: Geh Papa, so schrei doch nicht so
herum! Sie ischt doch erscht zwanzig, da hat sie woll
noch ein bissl Zeit!
Der Großvater: Nix da! Sie schaun mich schon alle
schief an im Parlamentschklub! Weil meine feine Enkelin
nicht in der Lage ischt, ein paar Gschrappn zu produziern.
Neulich erscht hat einer zu mir gsagt: Na dein Dirndl
ghört woll auch zur Party-Generation ha?
Die Enkeltochter schluchzend: Okay, okay, ich werd eins
machen, damit eine Ruh ischt, ein für alle mal!
Der Großvater aufatmend: Jawoll! So ischt recht!
Und wieder ein Inländer mehr und ein Auschländer
weniger. Geh apropos, Mama, isch noch was vom Rum da?
Vorhang.